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Verbreiter der tibetischen Schrift „Kagyü-Kagsa“

Datum: 30.11.2017,15:18:30 Quelle: China Tibet Online

Vor kurzem ist der „Ausbildungsplan für die Forschung und Übung der Verbreiter des chinesischen immateriellen Kulturerbes“ in Beijing zu Ende gegangen. Insgesamt 20 Verbreiter des immateriellen Kulturerbes aus Yushu sind nacheinander in ihre Heimat zurückgekehrt.

Die Heimat des Verbreiters der Schrift „Kagyü-Kagsa“ Jug Tupding Sangbo befindet sich im Dorf Maiduo in der Gemeinde Gayong im Kreis Nangqên im Autonomen Bezirk Yushu der Tibeter in der Provinz Qinghai. Die Gemeinde Gayong wird als „Heimat der kalligrafischen Kunst“ bezeichnet. Ihre schönen natürlichen Landschaften und lange Kulturgeschichte haben die einzigartigen tibetischen Schriften entstehen lassen. Die Schrift „Kagyü-Kagsa“ darunter ist vor Ort sehr beliebt.

Die Schrift „Kagyü-Kagsa“ kann auf eine Geschichte von mehr als 300 Jahren zurückblicken. Der Name stammt von dem Gründer Chokyi Jungne (1700-1774), der der 8. Situ, ein Lama der Kagyü-Schule, ist. Ihr Verbreiter der 4. Generation – der große Meister Rinpoche Jug Chungdrup Padma Chengling Gyatso (1886-1948), hat sie zur Heimat, der Gemeinde Gayong, zurückgebracht und eine Reihe von kalligrafischen Liebhabern ausgebildet.

Danach wird die Schrift „Kagyü-Kagsa“ in Form von Familienverbreitung Generation für Generation von Tupding Sangbos Großvater zu Tupding Sangbos Vater weitergegeben und entwickelt. 2015 wurde Tupding Sangbo von dem Rinpoche Minam und zahlreichen Kalligrafen von Gayong anerkannt und ist damit zum Verbreiter der 7. Generation und der 4. Generation der Jug-Familie der Schrift „Kagyü-Kagsa“ geworden.

Durch den Einfluss seines Großvaters und seines Vaters interessiert sich Tupding Sangbo seit der Kindheit für die tibetische Kalligrafie. Er erforschte und schrieb oft die kalligrafischen Werke seines Großvaters und seines Vaters nach. Mit zehn Jahren begann er offiziell, Kalligrafie zu üben.

Die Schrift „Kagyü-Kagsa“ verfügt über einen vollen Kopf, einen ebenmäßigen Körper und einen graziösen Schritt. Ein gutes kalligrafisches Werk hat strenge Anforderungen an die Ordnung der Schriftzeichen sowie Abstand und Größe der Buchstaben. Am Anfang hatte Tupding Sangbo mehrere Monate geübt, um die tibetischen Buchstaben gleichförmig zu schreiben.

Schreibgeräte der tibetischen Schriften

Tupding Sangbo gewann in einem kalligrafischen Wettbewerb den ersten Preis

2015 verlieh das Kulturamt des Kreises Nangqên Tupding Sangbo den Titel Erbe der Schrift „Kagyü-Kagsa“ und nahm die Schrift in die Liste des immateriellen Kulturerbes des Kreises auf. 2017 nahm das Kulturamt des Autonomen Bezirks Yushu der Tibeter die Schrift in die Liste des immateriellen Kulturerbes des Bezirks auf.

Als Verbreiter der Schrift „Kagyü-Kagsa“ der neuen Generation widmet sich Tupding Sangbo seit langem der Verbreitung und Entwicklung der Schrift. Er sagt: „Die tibetische Kalligrafie stellt ausgezeichnet die Kultur der tibetischen Nationalität dar. Jedoch verstehen nicht viele Leute die Kalligrafie. Wir sollten die ausgezeichnete Kultur verbreiten, damit immer mehr Menschen sie kennen lernen und verstehen.“

 

Tupding Sangbo gibt Kindern Kalligrafie-Unterricht.

 

Autor: Li Hongqing

Quelle: China Tibet Online

Übersetzt von China Tibet Online

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