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Minithangka

Datum: 05.01.2018,13:00:03 Quelle: China Tibet Online

Der tibetische Thangka-Maler Xiawu Dorje hat die Augen zugedrückt und sich gesammelt. Danach hat er einen Pinsel aufgenomen und mit der „Gesichsteröffnung“ angefangen. Das ist der letzte Schritt zum Malen von Minithangka und außerdem der wichtigste Schritt. Der Erfolg eines Thangka-Werkes ist in der Regel davon abhängig, ob die Öffnung der Augen und Augenbrauen erfolgreich durchgeführt werden.

Thangka ist eine einzigartige Malereiform in der Kultur des tibetischen Volkes. Ihre Farben werden aus wertvollen Mineralien wie Gold, Silber, Perlen, Achat etc. oder Pflanzen wie Safran, Rhabarber, Indigo Naturalis etc. gemacht. Diese natürlichen Farben sorgen dafür, dass die Thangka-Werke auch nach Hunderten oder Tausenden von Jahren immer noch bunt bleiben. Sie werden als Enzyklopädie des tibetischen Volkes bezeichnet.

Xiawu Dorje, der sich von klein auf mit Thangka beschäftigt, hat schon über 30 Jahre Erfahrung und mehrere feine Thangka-Werke geschaffen. Darunter waren seltene riesige Thangka- und Minithangkawerke.

„Ein Mini-Thangkawerk braucht meistens 3 bis 4 Tage. Je kleiner das Thangka-Werk ist, desto schwieriger ist das Malen. Vor allem stellen die Gesichtsorgane der Buddhastatuen die Techniken des Malers auf die Probe. Ohne 30-jähriges Training kann man das nicht.“ Dies sagte Xiawu Dorje, während er ein Minithangka-Werk in den Händen hielt. Das Werk war so klein wie ein Streichholzschächtelchen. Wenn die Proportationen der Gesichtsorgane aus der Balance geraten, hat es negative Einflüsse auf die Ästhetik und dies kann nicht mehr geändert werden.

Wenn ein Mini-Thangkawerk mit dem feinen Silberbehälter geschmückt wird, dann kann man es nicht nur am Körper tragen, sondern auch zu Hause oder im Auto aufhängen. Dies hat die symbolische Bedeutung, dass es Glück bringt. Im Vergleich mit großen Thangka-Werken sind die Preise kleiner Thangka-Werke für die Bevölkerung eher akzeptabel. Außerdem sind sie des Sammelns wert.

Um die Kulturen des immateriallen Kulturebes zu pflegen, vermittelt Xiawu Dorje einheimischen Einwohnern seine Techniken. Dadurch hat er nach und nach über 300 Maler ausgebildet.

 

Autor: Yang Yanmin

Quelle: chinanews.cn

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing

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