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Einzigartige tibetische Wallmuster

Datum: 08.03.2018,10:24:58 Quelle: China Tibet Online

Wenn man zum Daxiaojin-Fluss und zum Minjiang-Flussbecken in Nordwestsichuan geht, fühlt man sich wie in einer geheimnisvollen Welt: Flüsse schlängeln sich zwischen den Bergen, Schneeberge stehen heilig und rein, Sutra-Fähnchen wehen im Wind, die Blockhäuser wirken majestätisch und auf den Mauern gibt es eine Vielzahl von Mustern.

Muster sind ein wichtiger Teil der tibetischen Kultur. Die Wallmuster der Blockhäuser von Jiarong sind ganz besonders. Die Jiaronger leben zwischen Bergen. Um der klirrenden Kälte im Winter und der prallen Sonne im Sommer, sowie wilden Tieren zu entkommen, leben sie seit Generationen in Blockhäusern aus aufgetürmten Steinen. Die Häuser mit Holz-Stein-Struktur sind bis über 10 Stockwerke hoch, manchmal sind es aber auch nur 5-6 Stockwerke. Sie sind quaderförmig mit Sutra-Fähnchen auf den Dächern und Räucherpagode. Die Dachrinnen, Türen und Fenster sind mit weißen Vorhängen behangen. Die Wände sind mit Gips bestrichen und mit Mustern bemalt, wobei auf Symbolik geachtet wird. Dieses Wertesystem und diese Ästhetik, für Streben und Wünsche des Besitzers stehend, haben die Jiaronger während ihrer langen Geschichte entwickelt.

Einige Symbole auf den Mauern haben religiöse Bedeutung, wie Vajrapani-Schleife, Siegesschirm und andere tibetisch-buddhistische Glücksbringer. Sie zeigen, dass Tibeter sich ein glückliches, friedliches Leben wünschen. Das Vajrapani-Zepter ist ein äußerst mächtiges buddhistisches Instrument, das für Festigkeit und Schärfe steht und alles zerstören kann. Wenn Monster und Geister den Zepter sehen, fürchten sie sich. Der Zepter ist also ein Symbol, dass der Besitzer Katastrophen und Gefahren abwenden möchte. Das buddhistische Hakenkreuz ist das repräsentativste Symbol des tibetischen Buddhismus, das für Sonne und Flamme steht und auch eine der 32 Erscheinungen des Sakyamuni sein soll. In der Bön-Religion gibt es auch dieses Symbol, das für Ewigkeit, Stabilität und Endlosigkeit steht. Die ursprüngliche Bön-Religion ist bei den Jiarongern historisch populär und sie verehren alle Wesen auf Erden und glauben, dass diese alle eine Seele haben.

Die Wallmuster sind mit Totem verwandt. Der Legende nach stammen die Jiaronger von einem Yakstamm ab. Sie verehren weiß: Weiße Yaks, weiße Pferde und weiße Pagoden werden als Totem verehrt. Weiß ist ein Symbol für Schneeberge, welche Götter sind und mit ihrer Heiligkeit, Reinheit und Mysterie die Leute in Staunen versetzen.

Der Glaube und die Bräuche, die durch die Muster symbolisiert wird ist auch mit den Kulturen anderer Völker und anderer Gegenden verschmolzen und es gibt neue Symbole, wie den fünfzackigen Stern und die chinesischen Zeichen für Heiratsglück, Glück und Reichtum.

 

Autor: Liu Xianjiong

Quelle: China’s Tibet

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing

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