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Konferenz „Tibets Kulturschutz und -entwicklung“ in Genf

Datum: 12.03.2018,10:44:06 Quelle: China Tibet Online

Während der 37. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates hielt die Chinesischen Forschungsgesellschaft für die Menschenrechte am 7. März im Völkerbundpalast, dem Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf, die Konferenz „Tibets Kulturschutz und -entwicklung“ ab.

Vier tibetische Gelehrte und die französische Autorin Sonia Bressler, die mehrere Bücher über Tibet geschrieben hat, hielten auf der Konferenz eine Rede und sprachen dabei über viele Themen, die die Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben. Die Konferenz zielte darauf ab, dass sich die Außenwelt intensiver über die Kultur und die Entwicklung Tibets informiert.

Über den Kulturschutz von Tibet wies der Generaldirektor des Chinesischen Tibetologischen Forschungszentrums, Zhengdoi, darauf hin, dass der richtige Schutz aus der Kenntnis und dem Verständnis über die Kultur stamme. Um Tibets Kultur zu schützen, solle man die tibetische Kultur umfassend kennen lernen und dann diese aus Respekt schützen, verbreiten und fördern.

Er betonte, dass die tibetische Kultur über starke Inklusivität verfüge. Das Endziel des Schutzes stelle die Förderung dessen dar, dass sie sich mit der Zeit entwickelt. Man könne nicht wegen ihrer langen Geschichte und Einzigartigkeit die tibetische Kultur einsperren oder als Betrachtungsgegenstände ins Museum stellen.

Die Forscherin des Institutes für Gesellschaft und Wirtschaft des Chinesischen Tibetologischen Forschungsinstitutes, Kelzang Drolma, erklärte den Zuhörern Fakten über die sich dynamisch entwickelnde Kulturindustrie von Tibet, wie zum Beispiel die einzigartige tibetische Kunstform Thangka. Zurzeit gebe es in Tibet über 2000 hauptamtliche Thangka-Maler. 2016 betrug der Jahresproduktionswert mehr als 100 Millionen Yuan. Sie hatte extra einen USB-Stick zur Konferenz mitgebracht, der die immer blühenden kulturellen innovativen Produkte von Tibet vertritt.

Laut den von Kelzang Drolma aufgezeigten Statistiken gibt es zurzeit in Tibet 4680 Kulturunternehmen verschiedener Art, in denen 32.000 Menschen arbeiten. 2016 betrug der Jahresproduktionswert der tibetischen Kulturunternehmen mehr als drei Milliarden Yuan.

Zur Entwicklung der Bildung und zur Garantie der Menschenrechte in Tibet sagte der Forscher des Forschungsinstitutes für die Geschichte der Neuzeit bei der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, Talo, durch die örtlichen Verhältnissen entsprechenden Maßnahmen wie zum Beispiel die zweisprachige Bildung, Internat und Fernkurs würden die grundlegenden Menschenrechte wie beispielsweise die Rechte der Tibeter neuer Generation auf Kultur und Bildung garantiert. Der Generalsekretär der tibetischen Gesellschaft für auswärtigen Kulturaustausch, Jigme Wangtsok, sagte, dass ein relativ vollständiges modernes Bildungssystem bereits in Tibet eingerichtet worden sei. Alle Kinder der Bauern und Viehhirten sowie der armen städtischen Familien könnten eine 15-jährige kostenlose Bildung von der Vorschule bis zur Oberschule genießen

Seit 2007 hat Sonia Bressler mehrmals Tibet besucht und tiefe Beziehungen mit Tibet aufgenommen. Bisher hat sie viele Werke wie „A Travel Deep into Tibet“ und „Journey to the Heart of Tibet“ veröffentlicht. In ihrer Rede wies sie darauf hin, dass viele westliche Menschen Missverständnisse über Tibet hätten, so dass sie das heutige neue und moderne Tibet nicht verstehen könnten.

Zum Beispiel sagte sie, viele Menschen aus dem Westen hätten nie daran gedacht, wie die Tibeter auf so hoher Höhenlage mit so wenigem Sauerstoff leben. Seit Jahren setze die chinesische Regierung ihre Kräfte für die Lösung der Bildungs- und Gesundheitsprobleme ein. Deswegen solle der Westen die Wichtigkeit der sozialen Entwicklung Tibets kennen. Man „muss die Perspektive wechseln“ und aus dem Blickwinkel der Lebensbedingungen des Volkes Tibet erfahren.

 

Quelle: chinanews.com

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing 

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