Thema:
Startseite > Kultur > Artikel

Überlieferer des immateriellen Kulturerbes: Verbesserung des Lebens mit Handwerkskunst

Datum: 03.04.2018,09:34:28 Quelle: China Tibet Online

Die Tu-Seniorin Xi Jinhua stickt eine Sonnenblume.

Auf der im Kunstmuseum Qinghai veranstalteten Erfolgsausstellung für den "Fortbildungsplan für Überlieferer des immateriellen Kulturerbes Chinas" am 29. März stickte die Überlieferung der Tellerstick-Kunst der Tu-Ethnie eine Sonnenblume und erzählte dabei, wie sich ihr Leben durch die Stickerei stark verbessert habe.

"Der Fortbildungsplan ist ein großes Projekt, das vom Bildungsministerium Ende 2015 ins Leben gerufen wurde. Dadurch soll ein wissenschaftlicher und effektiver Mechanismus zur Überlieferung des immateriellen Kulturerbes geschaffen werden und die Überlieferungsfähigkeit und das Überlieferungsniveau der Überlieferer verbessert werden. 2016 wurden an verschiedenen Hochschulen Qinghais Kurse für Thangka, Tellersticken, Hehuang-Sticken, Silber- und Bronzewaren, Steinhauen usw. eingerichtet, wodurch übers Jahr in 12 Phasen 720 Leute ausgebildet wurden.

Orje Jiazheng erklärt Besuchern die Thangka-Malerei.

Xi Jinhua erzählt dem Reporter, dass sie früher nur für Freunde und Verwandte einige kleine Sachen stickte und sie habe nie gedacht, dass sich ihre geschickten Schuhsohlen zum hohen Preis von 100 Yuan (etwa 13 Euro) pro Paar verkaufen ließen.

"Früher haben wir tönerne Buddha-Statuen nur den Klöstern gegeben. Jetzt kommen auch Leute und kaufen kleine Statuen. Eine kleine Statue kostet mindestens 5.000 Yuan (etwa 650 Euro)." Der aus Jianzha, Huangnan, Qinghai, stammende Huadan Gyatso formt den Ton in seinen Händen und sagt: "Mein Lebensstandard hat sich um einiges verbessert und auch geistig geht es mir besser. Wenn ich hier mit der Ausbildung fertig bin, lehre ich das unseren kleinen Lehrlingen. Die sing zwar erst 8-9 Jahre alt, aber sind praktisch veranlagt und wer weiß - Vielleicht wird einer von ihnen später mal ein Meister."

 

"Nach meinem Uni-Studium habe ich viele Jobs gemacht. Aber am Ende dachte ich immer noch, dass ich eigentlich Thangkas malen will.", erzählt der 34-jährige Dorje Jia, Tibetisch-Chinesisch-Übersetzer des Thangka-Kurses der Minzu-Universität Qinghai. Während er erzählte, überreichte er dem Reporter seine Visitenkarte. "Ich gründe gerade eine Firma. Ich bin sicher, dass meine Thangka-Galerie eines Tages in Peking oder noch weiter weg eröffnet wird."

 

Quelle: chinanews.cn

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing 

Menschen

Mehr>>
Xigazê, Prüfungsstäte für eine Person Müll sammeln auf dem Mt. Qomolangma Tibetischer Mittachziger überliefert Sanskrit Der Thangka-Überlieferer Karma Kagyu Thangka-Maler werden immer jünger
12345
  

Auch interessant