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Reisebericht: Sêrtar – Ein goldenes Pferd im ewigen Eis (Teil 1)

Datum: 16.03.2017,15:17:24 Quelle:China Tibet Online

Sêrtar bedeutet in der tibetischen Sprache „goldenes Pferd“. Welches Bild zeigt sich einem, wenn ein goldenes Pferd über das Schneefeld rennt? Davon habe ich echt keine Ahnung. Obwohl ich viele Viehzuchtgebiete in Tibet und anderen tibetischen Regionen besucht habe, ist es das erste Mal, dass ich auf der Steppe wohne und in die endlose Wildnis eintauche. Allerdings kann ich nicht verstehen, dass ich einen ganzen Winter in Sêrtar, einem kalten und hohen Viehzuchtgebiet, verlebt aber keinen anständigen Schneefall erlebt habe. Ehe ich deswegen seufzten konnte, kam ein starker Schneefall, der über einen halben Monat andauerte. An anderen chinesischen Orten empfängt man bereits den Frühling. Sêrtar aber tritt gerade in eine Eis- und Schneewelt ein. Es ist wirklich unvorstellbar.


Bild aus CRI

Während des Aufenthalts in Sêrtar habe ich mehr als zehn Gemeinden besucht. Mit der Zeit erfuhr ich immer mehr über die lokale Gesellschaft, Lebensweise und Kultur. Neben der weiten Steppe durchziehen noch vier Flüsse das Sêrtar-Hochland. In den Einzugsgebieten dieser vier Flüsse befinden sich hohe Berge, tiefe Schluchten, üppige Urwälder, saubere Wasserfälle und Bäche sowie spielende Wildhirsche und Affen. Jedes Tal ist so faszinierend, dass es jeden in seinen Bann zieht. Die Landschaft unterscheidet sich gänzlich von jener im Kerngebiet auf dem Sêrtar-Hochland.

Sêrtar befindet sich am Ende eines Gebirges. Im Großen und Ganzen ist es ein weites Grasland, das sich in den Nordosten der südwestchinesischen Provinz Sichuan erstreckt. Hier ist schon kein richtiges Weideland mehr zu sehen, sondern nur sich ziehende und gestückelte Berge. Der Großteil hier ist hohe und kalte Prärie. Im Winter ist der Boden tiefgefroren. Im Sommer sprießen die Gräser. Getreide wird so gut wie keines angebaut. Hier findet man einfach nur ein typisch land- und viehwirtschaftliches Gebiet auf dem Hochland.

(Editor:Soong)

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