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Reisebericht vom blühenden Dawu (II): Das Landhausstil in Dawu

Datum: 28.08.2017,11:07:05 Quelle:China Tibet Online

Um gegen die Armut zu kämpfen und die industrielle Entwicklung der Landwirtschaft zu beschleunigen, wird der Autonome Bezirk Garzê der Tibeter ab diesem Jahr drei „vorbildliche Gürtel für die Armutsbekämpfung und die grüne ökologische industrielle Entwicklung“ schaffen. Der industrielle Gürtel im Norden enthält den landwirtschaftlichen Industriepark mit den Eigenheiten des Hochlands. Fährt man von der Tagong-Steppe nach Norden, befindet sich der 50 Kilometer lange Raps-Industriegürtel Dawu entlang der Fernstraße S303. Dort blühen goldene Rapsblüten, die aussehen wie ein goldener Korridor, was sehr eindrucksvoll ist. Die Rapsblüten auf der Chengdu-Ebene blühen schon zwischen Februar und März nach dem Frühlingsfest. Die Rapsblüten hier blühen aber erst im Juli und August. Man kann im Sommer einen Frühlingsausflug genießen. Die selbst fahrenden Touristen aus dem Binnenland werden von den schönen Landschaften auf dem Hochland angezogen. Auf den Straßen nach Dawu gibt es viele Autos, die oft anhalten, um Fotos aufzunehmen.

Das Bild zeigt die Landhäuser in Dawu.

Vor der wunderschönen Kulisse des blauen Himmels, weißer Wolken, grüner Berge und Bäume sowie der gelben Blüten erscheinen die sich in der ländlichen Gegend verbreitenden einzelnen Landhäuser von Dawu noch prächtiger. Diese Art Landhaus wird als „Bengke-Stil“, oder „Blockhaus-Stil“, bezeichnet. Normalerweise hat ein Landhaus zwei bis drei Stockwerke und eine Fläche von 300 bis 400 Quadratmetern. Wir haben neben den Straßen im Bau stehende Häuser gesehen. Man baut zuerst aus Baumstämmen die Rahmen und füllt sie dann mit Holz, Stein und Erde aus. Die fertig gebauten Häuser sind rot und weiß: Der Teil aus Holz ist rot und der Teil aus Stein oder Erde weiß. Die inneren Dekorationen und die Möbel im tibetischen Stil sind prächtig. Die Häuser verfügen über eine hohe Erdbebensicherheit und haben das Erdbeben im Jahr 1973 in Luhuo der Stärke 7,9 und das im Jahr 1981 in Dawu der Stärke 6,9 überstanden.

An jedem Ort betrachte ich gern die lokalen Landhäuser. Es handelt sich um die Verbreitung und den Träger der Kultur. Die Landhäuser an verschiedenen Orten haben unterschiedliche Stile und eigene Merkmale, wie zum Beispiel die Vierseitenwohnhöfe in Beijing, die Steinhäuser in Shanghai, das Hong-Dorf in Anhui und Banna in Yunnan. Allerdings wirken die Landhäuser in Dawu visuell am stärksten. Kein Wunder, dass Dawu als „Stadt der tibetischen Landhauskunst Chinas“ bezeichnet wird. Trotzdem besteht heute das Problem, dass für den Bau der Landhäuser in Dawu zu viel Holz benutzt wird. Man muss zahlreiche mehrere Jahrzehnte und sogar hundert Jahre alte Bäume fällen. Dies ist im Oberlauf des Jangtse verboten, wo die natürlichen Wälder geschützt werden. Deshalb werden die fertig gebauten „großen Holzhäuser“ immer wertvoller. Der Bau neuer Landhäuser wird beschränkt. Man kann weder Häuser mit großer Fläche einrichten noch zu viele Bäume fällen. Vielleicht ist es notwendig, einige Ersatzstoffe zu finden.

Die Einwohner in Dawu sehnen sich nach der Schönheit und haben diese Sehnsucht direkt und selbstbewusst dargestellt. Auf der Yuke-Steppe, die „Kangba Altay“ genannt wird, gibt es eine Gemeinde namens „Qimei“ (sieben Schönheiten). Entlang der Sichuan-Tibet-Straße befindet sich eine sehr berühmte alte Gemeinde, die „Bamei“ (acht Schönheiten) heißt. In der heutigen Gemeinde Bamei lohnt es sich, den in diesem Jahr eröffneten „China Moshi Park“ zu besuchen, der ein Landschaftsgelände der Ebene AAAA ist. Die Steinwälder hier sehen wie die Karst-Landschaft in Südchina aus. Die Farbe ist jedoch grauschwarz. Es wird gesagt, dass es an keinem anderen Ort der Welt ein solches geologisches Wunder gibt. Die Steinwälder in Bamei befinden sich auf der Verwerfung des Xianshui-Flusses. Die Gesteine wurden extrudiert, geschnitten, zerstört und schließlich zu Myloniten verwandelt. Weil die Gesteine Kalksalze enthalten, sind sie durch den Einfluss der Luftfeuchtigkeit in den trockenen Jahreszeiten grau und in den feuchten Jahreszeiten schwarz. Als wir die Steinwälder besuchten, waren die Rapsblüten schon gelb und die Hochlandgerste fast reif. Die Farbe der Steinwälder und die der umgebenen Landschaften bildeten einen Kontrast, der ihre Einzigartigkeit zum Vorschein brachte. Laut einem stellvertretenden Vorsitzenden des Provinzkomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes von Sichuan haben die schwarzen Steine von Bamei vielleicht auch kosmetische und andere Funktionen. Die betreffenden Experten sind eingeladen, darüber zu forschen und einige Produkte zu entwickeln.

(Editor:Soong)

 

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