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Drei „erste Wiedergeborene“ in der Geschichte des tibetischen Buddhismus

Datum: 20.02.2017,17:42:59 Quelle:China Tibet Online

Der erste wiedergeborene Rinpoche

Karma Pakshi wird als der erste wiedergeborene Rinpoche in der Geschichte des tibetischen Buddhismus betrachtet. Laut den tibetischen antiken Dokumenten sagte der Gründer der Karma-Kagyü-Schule, der 1. Karmapa Düsum Khyenpa, vor seinem Nirwana, dass seine Inkarnation auf der Welt wiedergeboren würde. Seine Schüler sollten nach seinem Nirwana nach seiner Reinkarnation suchen. Die Schüler hatten nach seinem Testament seine „Reinkarnation“ gefunden, die Karma Pakshi war. Es handelte sich auch um den Ursprung des Reinkarnationssystems von Rinpoche. Damit hat das Reinkarnationssystem des Schwarzhut-Lama der Karma-Kagyü-Schule begonnen.

Der erste wiedergeborene Rinpoche der Gelug-Schule

Der erste wiedergeborene Rinpoche der Gelug-Schule ist der zweite Dalai Lama Gendün Gyatsho, der das Seelenkind des zweiten Schülers des Meisters Tsongkhapa, Gendün Drub, ist. In der Gelug-Schule gibt es zwei einflussreiche Reinkarnationssysteme: das System des Dalai Lama und das System des Panchen Lama. Die Reinkarnationssysteme der Gelug-Schule fingen Mitte des 16. Jahrhundert an. Die beiden großen Reinkarnationssysteme haben ihren eigenen traditionellen Prozess. Die Vorhersagen vor dem Nirwana des Rinpoche über seine Reinkarnation, die Anzeichen der außergewöhnlichen Erscheinungen vor und nach dem Nirwana und die Anweisungen der Schutzlamas sind die Hauptgrundlagen für die Suche nach dem Seelenkind.

Der erste durch Losziehung aus der Goldenen Urne gewählte wiedergeborene Rinpoche

Im 17. Jahrhundert setzten sich die verschiedenen Schulen des tibetischen Buddhismus heftig auseinander. Die machtvollen Interessengruppen von Mönchen und Aristokraten manipulierten immer wieder die Suche nach dem Seelenkind. Manche ausgewählte Seelenkinder wurden Marionetten und manche waren bei einem Unfall gestorben. Manche große Rinpoche stammten fast aus derselben Familie. Um die Nachteile der Reinkarnationssysteme der tibetischen Rinpoche zu verändern, entschied sich der Qing-Kaiser Qianlong (1711-1799), diese zu regulieren. Er hatte selbst die Goldene Urne entworfen und geregelt, dass man bei der Reinkarnation der einflussreichen Rinpoche in den tibetischen Regionen die Namen der Kandidaten des Seelenkindes in der mandschurischen, chinesischen und tibetischen Sprache auf ein Los schreiben und die Lose in die Urne hineinstellen müsste. Das Seelenkind sollte von dem in Tibet stationierten Hochkommissar der Qing-Regierung und den hochgebildeten tibetischen Mönchen gemeinsam durch die Losziehung vor der Schakjamuni-Statue im Jokhang-Tempel bestätigt werden.

Der tibetische Buddhismus verbreitet sich bis heute. Die besonderen Erlebnisse dieser drei wiedergeborenen Rinpoche spiegeln wider, dass die unterschiedlichen Entwicklungsphasen den damaligen gesellschaftlichen Situationen entsprochen haben. 2015 wurde das Online-Suchsystem für Rinpoche offiziell eröffnet. Dadurch kann man die Informationen von mehr als 1000 Rinpoche in China finden. Heute stellen die modernen digitalen Methoden der Entwicklung der Reinkarnationssysteme von Rinpoche des tibetischen Buddhismus technische Unterstützung zur Verfügung, damit sich die Systeme ordentlicher entwickeln können.

(Editor:Soong)

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