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Der „Übungsweg“ der jugendlichen Rinpoche

Datum: 01.05.2017,10:22:18 Quelle:China Tibet Online

2015 wurde Gyaltsen Lodro nach den historischen Systemen und religiösen Ritualen als Seelenkind des 5. Menxu Rinpoche vom Kloster Outuo im tibetischen Regierungsbezirk Nagqu anerkannt. Damals war er noch Schüler in der ersten Stufe der Mittelschule.

Daraufhin hat er von der Mittelschule zur Klasse für die jugendlichen Rinpoche im tibetischen buddhistischen Institut gewechselt. Der 15 Jahre alte Rinpoche ist der älteste und größte Schüler und fünf Jahr älter als der jüngste Rinpoche in seiner Klasse. Er ist vollschlank, trägt eine große Brille und sieht schlicht und ehrlich aus. In der Tat ist er der munterste und humorvollste unter den sechs jungen Rinpoche. Bei Unterhaltungen benutzt er moderne Ausdrücke und im Internet verbreitete Modewörter.

Der Menxu Rinpoche wurde in Lhasa geboren und ist Einzelkind. Seine Eltern stammen aus Nagqu und meinen, dass seine Anerkennung als Rinpoche Glück und Ehre für die ganze Familie sei.

Die Lernzeit des Menxu Rinpoche im tibetischen buddhistischen Institut ist nicht kürzer als die an der normalen Mittelschule. Er steht jeden Morgen um 6 Uhr auf und geht um 23 Uhr ins Bett. Morgens und abends sagt er Sutren auf. Neben den Kursen für die grundlegende Allgemeinbildung wie Chinesisch, Tibetisch, Mathematik und Englisch lernt er auch die grundlegenden Kenntnisse des tibetischen Buddhismus und die fünf großen theoretischen Werke des Buddhismus.

Er sagt: „Ich mag den Kurs für die buddhistische Debatte nachmittags am Montag, Mittwoch und Freitag am meisten, weil ich dadurch immer forschend und dialektisch über eine Frage nachdenken kann.“

Die Eltern des Menxu Rinpoche leben in Lhasa. Alle zwei Wochen besucht er vom tibetischen buddhistischen Institut seine Eltern. Manchmal bringen seine Eltern ihn zum KFC-Restaurant, damit er sein Lieblings-Fastfood genießen kann. Er interessiert sich sowohl für Fastfood als auch für digitale Produkte. An Wochenenden ohne Hausaufgaben spielt er auch auf seinem iPad visuellen Fußball.

Der Dedrug Rinpoche, der zu den großen tibetischen Kuutuktu zählt, lernt auch gemeinsam mit dem Menxu Rinpoche. Er heißt Losang Dorje und ist der 7. Dedrug Rinpoche. Er stammt aus dem Kreis Lhünzê in der Stadt Lhoka. Mit sechs Jahren wurde er als Seelenkind des 6. Dedrug Rinpoche bestätigt. Er ist ein extrovertierter Mensch. Bei Unterhaltungen stellt er oft originelle Fragen.

Neben dem Lernen spielt er gern Basketball und sieht auch gern die japanische Mangareihe „Naruto“. Das System des Dedrug Rinpoche ist im tibetischen religiösen Bereich von großer Wichtigkeit. Deswegen muss er sogar in den Sommer- und Winterferien zum Kloster Drepung, einem der drei großen Klöster in Lhasa, zurückkehren, um dort seine religiösen Kenntnisse zu vertiefen und Sutren aufzusagen, während die anderen jungen Rinpoche schon nach Hause gehen.

„Beim Lernen in den Sommer- und Winterferien im Drepung-Kloster besucht meine Oma mich manchmal und kocht für mich. Von ihr habe ich das Kochen von Gerichten und Mehlspeisen erlernt.“ Er freut sich schon sehr darauf, während des tibetischen Neujahrsfestes im Winter in seine Heimat in Lhoka zurückzukehren und mit den von seiner Oma erlangten Kochkünsten für seine Eltern zu kochen.

Quelle: Nachrichtenagentur Chinanews

(Editor:Soong)

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