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China deckt einen falschen Rinpoche auf

Datum: 08.05.2017,09:51:29 Quelle:China Tibet Online

 Vor Kurzem hat China durch das Online-Suchsystem für Rinpoche die falsche Identität eines Mannes als Rinpoche aufgedeckt. Laut weit verbreiteten Informationen aus dem Internet heißt der Mann Kecaici Zhimu und wurde im Februar 1969 in der Region Labrang geboren. Er gibt an, dass er ein Rinpoche im Kloster Labrang des tibetischen Buddhismus sei. Eigenen Angaben zufolge ist er „fleißig und talentiert“ und hat sowohl den höchsten akademischen Grad der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus „Geshe“ als auch den Master-Grad der philosophischen Abteilung der Peking-Universität sowie den Doktor-Grad von anderen drei in- und ausländischen Hochschulen erhalten. Außerdem hat er selbstständig buddhistische Werke mit einem Umfang von insgesamt 18,5 Millionen Zeichen geschrieben. Allerdings kann man im chinesischen Online-Suchsystem für Rinpoche des tibetischen Buddhismus keine Informationen über ihn finden. Seine Identität als Rinpoche ist falsch.

Das Online-Suchsystem für Rinpoche bietet Dienste für die Suche nach Informationen über die Rinpoche, die nach religiösen Ritualen und historischen Systemen von der Regierung anerkannt worden sind. Acht Daten der Rinpoche, nämlich Bild, Name, ritueller Name, ritueller Titel, Geburtstag, Schule, Nummer des Rinpoche-Ausweises und Kloster-Angehörigkeit, sind darin zu finden. Im Januar 2016 wurden die Informationen von 870 Rinpoche in China und im April 2016 die von 441 veröffentlicht. Allerdings zählt der sich „Chi Rinpoche“ nennende Rinpoche nicht dazu.

Den „Maßnahmen für die Verwaltung der Reinkarnation der Rinpoche des tibetischen Buddhismus“ zufolge soll es für die vom Online-Suchsystem abgedeckten Rinpoche die weitere Verbreitung, ein Kloster, das System des Seelenkindes und die Genehmigung der Regierung geben. Keine Bedingung darf fehlen.


Archivfoto: Buddha-Präsentation im Kloster Labrang. Bild von Nachrichtenagentur Xinhua

Laut der Untersuchung des Amtes für Religionen in der Provinz Gansu, das das von dem Mann angegebene Kloster verwaltet, hat der Mann nichts mit dem Kloster Labrang zu tun. Obwohl er zum Buddhismus in ein anderes Kloster ging, ist er nur ein normaler Mönch, aber kein Rinpoche. 1988 wurde er vom buddhistischen Institut der Provinz Gansu aufgenommen. Laut dem Institut ragte er während des Studiums nicht hervor. 2001 wurde er Lehrer in dem Institut. Jedoch wurde er später ausgeschlossen, weil er für eine lange Zeit nicht zur Arbeit ging. Er gibt an, dass er ein Rinpoche im Kloster Labrang sei, da das buddhistische Institut neben dem Kloster Labrang liegt. Quellen zufolge hat er nicht im Kloster Labrang gelernt und den akademischen Grad „Geshe“ bekommen, obwohl er einmal in dem Kloster wohnte.

Die Reinkarnation der Rinpoche ist ein einzigartiges Verbreitungssystem des tibetischen Buddhismus und entstand im 13. Jahrhundert. Eine vollständige Serie von religiösen Ritualen und historischen Systemen hat sich gebildet. In den vergangenen Jahren gab es in den tibetischen Regionen Chinas und in manchen wirtschaftlich entwickelten Städten wie Beijing und Shanghai einige falsche Rinpoche, die Opfergeld erschwindelten. Dies hat die Interessen der Geläubigen sowie den Ruf des tibetischen Buddhismus und der Rinpoche geschädigt. Die chinesische Gesellschaft für Buddhismus und der buddhistische Bereich machten wiederholt den Appell, die Reinkarnation der Rinpoche verstärkt zu verwalten, um zu vermeiden, dass die Gläubigen betrogen werden.

(Editor:Soong)

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