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Chongqing: Restaurationsarbeiten am Schlafenden Buddha haben begonnen

Datum: 16.05.2017,09:42:42 Quelle: China Tibet Online

Restauratoren bei den Vorarbeiten zur Wiederherstellung der ursprünglichen Bemalung einer Figur

In der Welt der chinesischen Steingrotten-Forscher gibt es ein grundlegendes Sprichwort: "Im Norden Dunhuang, im Süden Dazu". Die Dazu-Steingrotte liegt im gleichnamigen Kreis der Stadt Chongqing, sie wurde Anfang der Tang-Dynastie (618-712) gebaut und hatte während der Song-Dynastien (960-1279) ihre Blüte. Die über 50.000 Figuren und Artefakte der Dazu-Grotte repräsentieren die höchste Stufe der Steinhauerkunst des neunten bis dreizehnten Jahrhunderts. Dazu gilt kunstgeschichtlich als letztes bedeutendes Monument der Grotten- und Höhlenkunst und wurde 1999 auf die Liste des UNESCO-Welterbes gesetzt.

Der Schlafende Buddha selbst ist der Shakyamuni-Buddha. Die 31 Meter lange Figur ist die größte in Dazu – und derzeit auch die größte Halbkörper-Darstellung eines schlafenden Buddhas weltweit.

Der Zahn der Zeit sowie Wind und Wetter – und nicht zuletzt auch Umweltverschmutzung und saurer Regen – haben ihre Spuren an den Kunstwerken hinterlassen, und die Farben der Figuren sind fast völlig abgeblättert.

Laut Chen Huili vom Kulturschutzzentrum Dazu-Grotten müssen bei der Restauration des großen Buddhas drei Probleme bewältigt werden: "Neben der Ausbesserung der Schäden durch das Wasser muss auch das durch den Wind angetragene, zusätzliche Material beseitigt werden. Auch um die versteinerte oder abgeblätterte Farbe müssen wir uns kümmern." Verglichen mit dem tausendarmigen Guanyin-Buddha seien die Schwierigkeiten beim liegenden Buddha sogar noch größer, so Chen. Beim Guanyin-Buddha seien Sicht und Wahrnehmung sowie Sicherheitsrisiken die größten Probleme gewesen, beim liegenden Buddha hingegen sei die historisch korrekte Darstellung die größte Herausforderung bei der Restauration.

Derzeit sind bereits Experten vom Staatlichen Amt für Denkmalschutz sowie verschiedener Akademien und Hochschulen für erste Voruntersuchungen in Dazu, um die richtigen "Heilmittel" für die "Krankheiten" des großen Buddhas zu finden. Aufgrund der extremen Größe der Statue geht man davon aus, dass die Restaurationsarbeiten über acht Jahre dauern werden.

 

Autor: Gao Lüyan

Quelle: China News Netzwerk

Übersetzt von China Tibet Online

(Editor: Rita Li)   

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