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Reisebericht Ⅲ: Pyramiden-Schneeberg im Südwesten Chinas

Datum: 17.05.2017,13:37:46 Quelle:China Tibet Online

Der Yala-Schneeberg befindet sich auf dem westlichen Ufer des Dadu-Flusses, eines bedeutsamen Flusses im Südwesten Chinas.

Der Yala-Schneeberg sieht sehr speziell aus. Der 5820 Meter hohe Schneeberg zeigt sein großartiges Aussehen wie eine Königkrone, einen Diamant sowie eine Pyramide. Der Name des Schneebergs Yala bedeutet auf Tibetisch "vom Pferd absteigen, um den Schneeberg zu übersteigen. " Aus dieser Bedeutung erfasst man sehr klar, wie heilig der Schneeberg ist. In tibetischen Klassikern wurde der Yala-Schneeberg als der zweite Shambala (ein idealisches Land in der tibetischen Kultur) aufgezeichnet.


Die Abenddämmerung des Yala-Schneebergs. Fotografiert von Yang Chuanding

Die Minyak-Tibeter, eine ethnische Gruppe, die auf dem Gebiet westlich des Zedo-Bergs, östlich des Yarlong-Flusses, südlich der Dawu-Gemeinde und nördlich der Gyaisi-Gemeinde lebt, beten den Yala-Schneeberg an. Die Minyak-Tibeter sprechen Minyak-Tibetisch und haben eigene Kleidung, Gebräuche sowie Architektur. Dies weist darauf hin, dass im Osten von Kham, einer osttibetischen Region, unterschiedliche Nationen und Ethnien miteinander auskommen und sich verstehen.


Die Junge Minyak-Tibeter tanzen auf dem Grasland

Unter dem Yala-Schneeberg befinden sich zwei berühmte Klöster. Das Huiyuan-Kloster liegt in der Gemeinde Dawu und wurde im Jahr 1728 gegründet. Damals war die Situation in Tibet sehr kompliziert. Der Kaiser Yongzheng hat auf Grund der Sicherheit den 7. Dalai Lama dort abholen lassen. Er hat für den Dalai Lama ein Kloster gegründet und ihm eine Gedenktafel, in dem eine Widmung "Huiyuan Kloster" des Kaiser stand, geschenkt. Der 7. Dalai Lama lebte in diesem Kloster 7 Jahre. Dazwischen schickte der Kaiser seinen Bruder, den Prinz Yunli, und den 3. Changkya Hutuktu, einen der vier höchsten Lamas des tibetischen Buddhismus, den Dalai Lama zu besuchen. Der Prinz Yunlin hat einen Reisebericht aufgeschrieben. In diesem Bericht hat er sein Erlebnis über diese Geschichte aufgezeichnet und eine Gedenktafel, die bisher dort immer noch hängt. Die Wimdung auf der Gedenktafel bedeutet, dass der Kaiser für das südwestliche Gebiet sorgt.

Das andere Kloster ist das Lhagang-Kloster, das sich in der Kangding-Stadt befindet. Nach der Legende war die chinesische Prinzessin Wencheng im 7. Jahrhundert via dieses Gebiet nach Tibet gegangen, um mit dem tibetischen König zu heiraten. Sie betrachtete hier als ein glückliches und friedliches Gebiet. Und sie ließ den Handwerkern die 12- jährige Buddha-Statue, die als eine der heiligsten Stätten des Buddhismus zurzeit im Kloster Jokhang angebetet wurde, kopieren und dort hinterlassen. Danach wurde das Lhagang-Kloster gegründet, um die Statue anzubeten. Die lokalen Tibeter glauben, dass die Anbetung dieser Statue eine große Wohltat wie die Buddha-Statue im Kloster Jokhang in Lhasa ist, wenn sie nicht nach Lhasa pilgern können.


Der Auto und ein Pilger

Ich habe neulich drei Pilger getroffen. Ein Pilger macht seine Reise nämlich über einen tausende Kilometer langen Weg zu Fuß. Dabei streckt er seine Hände in der Namaste-Pose in die Luft, berührt dann Stirn, Hals und Herz und wirft sich schließlich auf den Boden. Dann steht er wieder auf und macht 2 Schritte nach vorn. Er wiederholt endlos bis er zu seinem Ziel gelangt. Dieses religiöse Benehmen ist Koutou in der tibetischen Weise. Ich schenkte ihnen etwas Obst und Wasser. Ich habe mich darüber informiert, dass sie gerade von dem Gebiet Lhagang nach Lhasa eine Pilgerreise machen. Sie machen Koutou 6 Kilometer per Tag. Ich verstehe, dass der Glaube eine beharrliche Kraft hat. Wenn du ein Buddhist bist, schwörst du sehr wahrscheinlich: "Ich muss eine Pilgerreise nach Tibet machen, egal ob ich ein Jahr verbringe oder mein ganzes Leben."    

Das geschichtliche Kloster liegt im Hintergrund des Schneebergs und endlosen Graslands. Das Bild lässt das Grasland Lhagang zu einem der schönsten Grasländer im westlichen Sichuan geworden sein. Die zwei Klöster sind ein Zeugnis der Kommunikation und des Verständnisses der verschiedenen Religionen und Nationen.

Autor: Nyinma Gyatso

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