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Mongolische und tibetische Gläubige in Qinghai pilgern zum Panchen Lama

Datum: 25.08.2017,09:28:27 Quelle:China Tibet Online

Vor kurzem hat der Panchen Lama am Qinghai-See dem See geopfert. Bei dem Opferritual handelt es sich um eine Tradition der Mongolen und Tibeter im Gebiet um den Qinghai-See. Eigentlich glaubten die Mongolen und Tibeter an die ursprünglichen Religionen wie Schamanismus und Bön. Sie sind davon überzeugt, dass alle Kreaturen eine Seele haben, und halten den Himmel für den höchsten Gott. Es gibt die Sitten und Gebräuche, dem Himmel, den Bergen und dem See zu opfern. Mit der Verbreitung des tibetischen Buddhismus unter den Mongolen und Tibetern wurde das Opferritual vom tibetischen Buddhismus aufgenommen und vervollkommnet. Das Opferritual zeigt nicht nur eine religiöse Prägung, sondern hat sich auch zu einer wichtigen volkstümlichen Kulturveranstaltung entwickelt, durch die man den schönen Wunsch der harmonischen Koexistenz zwischen Mensch und Natur zum Ausdruck bringt.


Am Altar zum Opferritual im Landschaftsgebiet Erlangjian vom Qinghai-See umgibt eine Gruppe von stillstehenden Mönchen des tibetischen Buddhismus einen jungen Mönch, der vor dem Altar sitzt. Sein dunkelrotes Mönchkleid und der saubere Himmel spiegeln sich in den grünblauen Wellen des Qinghai-Sees wider. Die Kutten und die Gebetsfahnen flattern laut im Wind. Die aus weißem Marmor gemeißelte Statue vom Gott des Qinghai-Sees steht im Zentrum des Altars des Opferrituals. Der Panchen Lama liest die Sutren vor, betet für Weltfrieden, Wohlstand des Landes, gutes Wetter, ökologisches Gleichgewicht und das Glück aller Kreaturen. Nach dem Vorlesen von Sutren zum Opfer und Gebet nimmt ein Mönch die dekorierte rituelle Urne und geht zum See. Dann wirft er die Urne ins blaue Seewasser. Die Gläubigen sind davon überzeugt, dass die von den hochgebildeten Mönchen gesegnete Urne die schönen Hoffnungen trägt.


Nach dem Opferritual sieht der Panchen Lama am Qinghai-See, dass der Viehhirte Dogaije ein Pferd zieht. Er und seine Familie hoffen, den Meister zu sehen, so dass das Glück zu ihnen kommt. Der Dalai Lama hat Lust, das Pferd zu reiten. Die Familie Dogaije bietet Pferdereiten für Touristen an. Unerwartet haben sie das Glück, dass der Panchen Lama ihr Pferd reiten will. Sie sind so erfreut, dass sie kaum sprechen können. Der tibetische Buddhismus besagt, dass der wiedergeborene Rinpoche Erinnerungen an das vergangene Leben hat. Der letzte Panchen Lama war ein begeisterter Reiter.



Schon sehr früh warten die mongolischen und tibetischen Gläubigen im Autonomen Bezirk Haixi der Mongolen und Tibeter in festlicher Kleidung am weißen Salzsee auf den großen Rinpoche. Als der 11. Panchen Lama ankommt, jubeln sie aufgeregt laut „Wula! Wula!“ Es handelt sich um Begrüßungs-Ovationen. Die Gläubigen bitten den 11. Panchen Lama darum, sie durch die Kopfberührung zu segnen.

Der Salzsee Caka hat eine Fläche von 154 Quadratkilometern und liegt auf einer Höhenlage von 3059 Metern über dem Meeresspiegel. Er ist der kleinste von den vier großen Salzseen im Qaidam-Becken und wurde am frühesten erschlossen. Seine Bergbaugeschichte geht auf mehr als 3000 Jahre zurück. Die Touristen bezeichnen ihn als „Himmelsspiegel“. Die Salzkörner von Caka sind groß und rein. Sie schmecken gut und sind das ideale Salz. Laut ersten Untersuchungen beträgt der Vorrat mehr als 440 Millionen Tonnen.

Editor:Soong
 

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