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Mönche reisen zur buddhistischen Debatte nach Tibet

Datum: 29.08.2017,09:30:47 Quelle:China Tibet Online

Anlässlich des 30. Jahrestags der Gründung des hochrangigen chinesischen buddhistischen Institutes für tibetische Sprache sind 23 studierende Mönche der 14. Klasse für den hochrangigen akademischen Titel der Sakya- und der Gelug-Schule zu den Klöstern des tibetischen Buddhismus Ganden, Drepung und Sakya, die großen Einfluss ausüben, gefahren, um dort an einem zehntägigen Praktikum für buddhistische Debatte teilzunehmen. Dort tauschen sie Meinungen mit den hochgebildeten Mönchen in den großen Klöstern aus, wodurch sich ihre Lernfortschritte und ihre Übungen verbessern.


Bei der buddhistischen Debatte handelt es sich um eine wichtige Lern- und Übungsmethode des tibetischen Buddhismus und auch eine wichtige Prüfung der theoretischen Kenntnisse der Mönche. Hauptsächlich findet eine buddhistische Debatte um die „Fünf Großen Theorien“ – Hetuvidya, Prajnaparamita, Madhyamaka-Sutra, Abhidharmakosa und Disziplin-Sutra – statt. Für jede große Theorie debattiert man einen ganzen Tag. Jeder studierende Mönch muss vor den 300 bis 400 Mönchen in den Klöstern die buddhistische Debatte durchführen.

Gazang Shepa studiert seit vier Jahren am hochrangigen chinesischen buddhistischen Institut für tibetische Sprache. Er war früher Mönch im Kloster Gongba im Kreis Jonê in der Provinz Gansu. Es ist das erste Mal, dass er in Tibet mit den Mönchen in den großen Klöstern die buddhistische Debatte durchführt. „Ich bin mit meiner heutigen Debatte sehr zufrieden. Während der buddhistischen Debatte mit den hochgebildeten Mönchen habe ich viel gelernt“, sagte Gazang Shepa aufgeregt nach der Debatte. Informationen zufolge reisen die Studenten des hochrangigen chinesischen buddhistischen Institutes für tibetische Sprache seit 2015 zu den Klöstern Sera und Trashilhünpo, um an der buddhistischen Debatte teilzunehmen, die von den hochgebildeten Mönchen beurteilt und von allen Mönchen in den Klöstern betrachtet wird.

 
Nach der ersten buddhistischen Debatte im Kloster Drepung sagte der Sutren-Erklärer Gerong Tenzin: „Es handelt sich um eine Präsentationsplattform und eine seltene Gelegenheit, mit den hochgebildeten Mönchen in verschiedenen großen Klöstern debattieren zu können. Es ist fast unmöglich, selbst nach Tibet zu kommen und mit den Mönchen der Klöster zu debattieren.“ Laut ihm haben viele Sutren-Erklärer im Kloster Drepung das buddhistische Übungsniveau der studierenden Mönche gewürdigt.

Informationen zufolge sind die Studenten erst nach einer mehr als 20 Jahre langen Übung im Kloster und nach einer dreijährigen Fortbildung im buddhistischen Institut qualifiziert, zum hochrangigen chinesischen buddhistischen Institut für tibetische Sprache zu gehen. Dann werden sie nach strenger Qualifikationsprüfung, buddhistischer Debatte und Arbeitsverteidigung den hochrangigen akademischen Titel Doramba bekommen, der dem Doktortitel entspricht.

Das hochrangige chinesische buddhistische Institut für tibetische Sprache wurde auf Initiative des verstorbenen 10. Panchen Lama und des verstorbenen Vorsitzenden der Chinesischen Gesellschaft für Buddhismus, Zhao Puchu, am 1. September 1987 gegründet. Das Institut verbindet das traditionelle Bildungsmodell des tibetischen Buddhismus mit modernen wissenschaftlichen Kursen für beispielsweise Computer-Kenntnisse und Fremdsprachen. Bis Mai 2017 haben bereits mehr als 1000 Menschen in den vergangenen 30 Jahren ihr Studium abgeschlossen und den hochrangigen akademischen Titel bekommen. Sie sind Repräsentanten des tibetischen Buddhismus geworden. Darunter gibt es 381 Rinpoche, 148 Doramba (Doktor) und 150 Driramba (Master).

(Editor:Soong)
 

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