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10 Jahre Erlassung der „Maßnahmen zur Verwaltung der Reinkarnation des Rinpoche des tibetischen Buddhismus“

Datum: 09.10.2017,09:19:49 Quelle: China Tibet Online

Goldene Urne und Elfenbein-Lose zur Bestimmung vom Seelenkind der Reinkarnationen

Am 1. September 2007 traten die vom Staatlichen Amt für religiöse Angelegenheiten erlassenen „Maßnahmen zur Verwaltung der Reinkarnation des Rinpoche des tibetischen Buddhismus“ offiziell in Kraft. Es handelt sich um eine wichtige Maßnahme der chinesischen Regierung zum Schutz der Glaubensfreiheit der Bürger. Heute sind zehn Jahre seit der Erlassung der Maßnahmen vergangen. Mittlerweile wurden mehrere wiedergeborene Rinpoche bestimmt. Das System der Reinkarnation des Rinpoche ist vollständig respektiert und komplett verbreitet worden.

Historische Überlieferung

Seit der Yuan-Dynastie im 13. Jahrhundert führt die chinesische Zentralregierung eine effektive Verwaltung für Tibet durch. Allmählich haben sich Vorschriften und Systeme in Bezug auf die Verwaltung der religiösen Oberschichten, einschließlich der großen Rinpoche des tibetischen Buddhismus, und ihrer Reinkarnation herausgebildet.

In der Yuan-Dynastie hat die Kagyü-Schule des tibetischen Buddhismus durch die Reinkarnation das Problem der Überlieferung der religiösen Macht gelöst. Es war das erste Mal in der Geschichte des tibetischen Buddhismus, dass ein Kind als die Reinkarnation eines Vorfahren bestätigt wurde. Dann eiferten die anderen Schulen des tibetischen Buddhismus diesem System nach.

In der jahrhundertealten Praxis der Reinkarnation haben sich relativ feste religiöse Regeln herausgebildet, nach denen man die Seelenkinder sucht und bestimmt. Die wichtigsten sind: Gebet um die Wiedergeburt, Weissagung, Betrachtung der Erscheinung im Heiligen See und heimliche Suche.

Die größten wiedergeborenen Rinpoche der Gelug-Schule sind der Dalai Lama und der Panchen Lama, die im Jahr 1653 beziehungsweise 1713 von der Qing-Regierung ernannt wurden und Goldheft und -stempel erhalten haben. Dadurch hat sich die Regel herausgebildet, dass die Zentralregierung den Dalai Lama und den Panchen Lama aller Generationen ernennt und ihnen Stempel gewährt. 1793 legte der Kaiser Qinglong das System der Losziehung aus der Goldenen Urne fest. Daraus bildeten sich die Maßnahmen und historischen Regeln der Zentralregierung der Qing-Dynastie zur Verwaltung der Reinkarnation des Rinpoche des tibetischen Buddhismus.

Später hat sich das Verwaltungssystem der Reinkarnation des Rinpoche ständig verbessert. 1935 überlieferte die Nationalregierung die historischen Regeln der Qing-Dynastie und erließ die „Vorschrift für die Verwaltung der Klöster“. Die 1936 erlassenen „Maßnahmen zur Reinkarnation des Lama“ haben die wichtigen Angelegenheiten der Reinkarnation der Rinpoche wie des Dalai Lama und des Panchen Lama gesetzlich geregelt.

Reinkarnation des 10. Panchen Lama

In der neuen Zeit haben das Autonome Gebiet Tibet und die tibetischen Regionen in vier Provinzen die Arbeit der Reinkarnation mehrerer Rinpoche geleistet. Die Reinkarnation des 10. Panchen Lama hat die größte Aufmerksamkeit auf sich gezogen. 1989 machte der 10. Panchen Lama das Nirwana. Die Dupkang Rinpoche hat einige Details der Suche nach dem Seelenkind des 10. Panchen Lama erwähnt: „Der Panchen Lama hatte 1985 in Nagqu Sutren erklärt. Er sagte wiederholt: ‚Ich mag Nagqu und die Viehzuchtgebiete sehr. Später werde ich unbedingt nach Nagqu kommen.‘ Es handelte sich um die Weissagung der Suche und Bestimmung seines Seelenkindes nach seinem Nirwana. Schließlich entstand sein Seelenkind in Nagqu (im Kreis Lhari).“

Am 8. Dezember 1995 nahm der 11. Panchen Lama an der Sitringasol-Zeremonie teil.

Die Suche und die Bestimmung des Seelenkindes des 10. Panchen Lama fand völlig streng nach den religiösen Regeln und Verfahren statt. Der berühmte Tibetologe Lhakpa Phuntsok erzählt, dass die Reinkarnation des Rinpoche kein einfaches Verfahren sei, insbesondere die eines Rinpoche, der höher als ein Khutukhtu ist, wie zum Beispiel des Panchen Lama und des Dalai Lama. Für das Seelenkind müsse man die Zentralregierung bitten. Mit der Genehmigung der Zentralregierung dürfe man beginnen, sich mit der Suche nach dem Seelenkind zu beschäftigen. Am 29. November 1995 fand die Zeremonie der Losziehung aus der Goldenen Urne vor der Schakjamuni-Statue im Jokhang-Tempel in Lhasa statt. Am 8. Dezember nahm der 11. Panchen Lama an der Sitringasol-Zeremonie teil, die den höchsten Standard und den größten Einfluss seit der Gründung der Volksrepublik China hatte.

 

Reinkarnation des 5. Dedrup Rinpoche

Im Juli 2010 hat der Panchen Lama den 6. Dedrup Rinpoche tonsuriert und ihm einen rituellen Namen gegeben.

Der 6. Dedrup Rinpoche im tibetischen Regierungsbezirk Lhoka ist der erste Rinpoche, der nach der Erlassung der „Maßnahmen zur Verwaltung der Reinkarnation des Rinpoche des tibetischen Buddhismus“ durch die Losziehung aus der Goldenen Urne bestimmt wurde.

Im Juli 2010 hat der Panchen Lama den 6. Dedrup Rinpoche tonsuriert und ihm einen rituellen Namen gegeben.

Der Dedrup Rinpoche ist ein Rinpoche im Kloster Zhaguo im Kreis Lhünzê im tibetischen Regierungsbezirk Lhoka. Die früheren Dedrup Rinpoche waren mit den klassischen religiösen Werken vertraut. Einige waren als Abt des Klosters Ganden tätig, das als erstes Kloster der Gelug-Schule gilt. Weil das System des Dedrup Rinpoche einen großen Einfluss im buddhistischen Bereich ausübt, legte die lokale Regierung großen Wert auf die Suche und Bestimmung des wiedergeborenen Seelenkindes.

Am 11. März 2000 machte der 5. Dedrup Rinpoche das Nirwana. Die Regierung des Autonomen Gebietes Tibet gründete nach den „Maßnahmen zur Verwaltung der Reinkarnation des Rinpoche des tibetischen Buddhismus“ ein Team, um nach dem Seelenkind zu suchen. Den religiösen Regeln und historischen Systemen zufolge fand die Suche heimlich in mehr als 900 Gemeinden in 18 Kreisen statt. Allmählich sanken die Kandidaten von 25 auf vier. Schließlich wurden zwei Jungen mit den deutlichsten Glücksvorzeichen ausgewählt. Am 4. Juli 2010 bestimmte der Panchen Lama durch die Losziehung aus der Goldenen Urne vor der Schakjamuni-Statue im Jokhang-Tempel in Lhasa das Seelenkind, das auch von der Regierung des Autonomen Gebiets Tibet genehmigt wurde. Der Panchen Lama hat den 6. Dedrup Rinpoche tonsuriert und ihm einen rituellen Namen gegeben. Am 2. August 2010 fand die Sitringasol-Zeremonie des 6. Dedrup Rinpoche im Zhaguo-Kloster im Kreis Lhünzê feierlich statt.

Der Chogyal Rinpoche

Am 31. Juli 2014 fand die Sitringasol-Zeremonie, durch die das Seelenkind des 19. Chogyal Rinpoche zum 20. Chogyal Rinpoche geworden ist, im Kloster Khangsar im Autonomen Bezirk Yushu der Tibeter in der Provinz Qinghai statt.

Die „Maßnahmen zur Verwaltung der Reinkarnation des Rinpoche des tibetischen Buddhismus“ haben geregelt, dass die Verwaltungsorganisation des Klosters, in dem der Rinpoche ansässig ist, den Bildungsplan ausarbeiten und Kandidaten der Sutren-Erklärer empfehlen muss, nachdem das wiedergeborene Seelenkind zum Rinpoche geworden ist.

Deswegen musste der 20. Chogyal Rinpoche im Kloster Khangsar mehr als zehn Kurse, darunter die allgemeinen Kenntnisse und die buddhistischen Sutren, besuchen, bevor er die Stellung des vergangenen Chogyal Rinpoche offiziell erbte. Nach der anfänglichen Lernstufe wurde er zu den buddhistischen Instituten in Beijing und Lhasa geschickt, um weiter zu lernen. Damals war der 20. Chogyal Rinpoche acht Jahre alt. Er ist so intelligent, dass er sehr schnell lernen kann. Er ist auch gewissenhaft und wissbegierig. Das Kloster Khangsar hat extra für ihn Pläne ausgearbeitet, nach denen er Schritt für Schritt die buddhistische Übung machen kann. Nun lernt der junge Rinpoche fleißig, um das Übungsniveau zu erhöhen.

Als Chinas erste administrative Vorschrift für die Verwaltung der Reinkarnation des Rinpoche des tibetischen Buddhismus schützen die „Maßnahmen zur Verwaltung der Reinkarnation des Rinpoche des tibetischen Buddhismus“ die Glaubensfreiheit der Gläubigen, respektieren die Verbreitungsweisen und die religiösen Regeln des tibetischen Buddhismus, standardisieren die Angelegenheiten der Reinkarnation des Rinpoche des tibetischen Buddhismus und wahren die normale Ordnung des tibetischen Buddhismus, um die gesunde Entwicklung des tibetischen Buddhismus zu gewährleisten. Seit der Erlassung vor zehn Jahren werden die Maßnahmen von den Persönlichkeiten verschiedener Schichten, darunter den hochgebildeten Mönchen des tibetischen Buddhismus und den tibetologischen Experten und Gelehrten, gelobt.

 

Quelle: China Tibet Online

Übersetzt von China Tibet Online

(Editor: Rita Li)

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