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Steine im tibetischen Buddhismus

Datum: 01.11.2017,09:59:18 Quelle: China Tibet Online

In Tibet wird fest daran geglaubt, dass alle Dinge eine Seele haben, denn in den Augen der Tibeter sind alle Dinge der Natur den Göttern untertan. Tibeter lieben Steine: Himmelsperlen, Korallen, Achat, Türkis... In den Herzen der Tibeter hat jeder Stein seine eigene Legende.

Mani-Steine

Auf der Haupthandelsstraße zwischen der Tang-Dynastie und der Tubo-Dynastie liegt der Ort Jianamani, etwa 850 km von Xi'ning, der Hauptstadt Qinghais entfernt. Jiana Mani ist eine Welt der Steine.

Der Legende nach ging der erste Jiana Rinpoche vor über 300 Jahren an diesem Ort vorbei und hob einen natürlichen Mani-Stein auf. Er meinte, dass er an diesem Ort bleiben solle um alle Lebewesen zu beglücken und dem Dharma zu Glanz zu verhelfen. Seitdem verbrachte er dort ein ruhiges Leben mit dem Behauen von Mani-Steinen. Diese Tat inspirierte die Einwohner, sodass das Behauen von Mani-Steinen dort als Ausdruck des eigenen Glaubens zur Tradition wurde.

Tibetische Buddhisten behauen Steine gerne mit Sutra-Texten oder Buddha-Abbildern. In ihren Augen zählt jeder behauene Stein als gute Tat. Über Jahre wurde so die Stadt der Mani-Steine durch die harte Arbeit der Gläubigen geboren.

Mani-Haufen

In den Herzen der Tibeter ist ein Mani-Stein wie ein Wegweiser für Vorbeigehende. Wenn Tibeter vor einen Mani-Haufen gehen, werfen sie einige kleine Steine auf den Haufen, rezitieren eine Sutra, sagen das 6-Worte-Mantra auf und drehen einmal um den Mani-Haufen. Das wird als genauso fromm angesehen wie das 1000-fache Aufsagen von Sutras.

Felsbeschriftungen

Die Felsbeschriftungen an der Südseite des Mt. Yaowang in Lhasa ist neben dem Potala-Palast und Jokhang-Kloster eine weitere gute Sehenswürdigkeit in Lhasa. Der Mt. Yaowang ist einer der heiligen Berge Tibets und Ursprungsort der tibetischen Medizin. Die frühesten Beschriftungen am Berg stammen aus der Zeit von Songtsan Gambo. Überall ist der Berg beschrieben und das 6-Worte-Mantra wurde oft in verschiedenen Stilen eingeritzt, so viel wie nirgends sonst in Tibet.

In einem Korridor eines auf halber Höhe des Berges gelegenen Grotten-Tempels sind an den Wänden Reliefs von 69 Skulpturen, darunter Songtsen Gampo, Prinzessin Wencheng, Brahma und Tathagata. Der zwischen die Grotten gemeißelte Sutra-Drehweg führt direkt zur "Gan Zhu Er"-Pagode.

 

Quelle: www.china.com

Übersetzt von China Tibet Online

(Editor: Rita Li)

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