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Ausstellung zur tibetisch-buddhistischen Reinkarnation in Peking

Datum: 28.11.2017,09:53:14 Quelle: China Tibet Online

Zum 10. Jahrestag der "Verordnung zur Reinkarnation tibetisch-buddhistischer Rinpoches" wurde im Museum der tibetischen Kultur des Chinesischen Tibetologie-Forschungszentrums eine "Ausstellung zur tibetisch-buddhistischen Reinkarnation" gezeigt. Die Ausstellung stellte die historischen Änderungen des Rinpoche-Reinkarnationssystems vor, darunter die religiösen Riten und historischen Festlegungen zur Reinkarnation des Dalai Lamas und des Panchen Lamas.

Im 7. Jahrhundert gelangte der Buddhismus offiziell nach Tibet. Ab Ende des 10. Jahrhunderts gewann der tibetische Buddhismus allmählich Form und es bildeten sich Schulen wie Nyima, Kadam, Gegyu, Sagya und Gelug. Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Reinkarnation von Rinpoches durch die Gegyu-Schule begründet und wurde durch unaufhörliche Entwicklung allmählich zur besonderen traditionellen Methode der Thronfolge tibetisch-buddhistischer religiöser Herrscher. Es bildeten sich viele Rinpoche-Systeme und allmählich bildete sich ein recht komplettes System religiöser Riten und historischer Festlegungen.

Die Zentral- und Lokalregierungen in der Geschichte Tibets haben die Reinkarnation von Rinpoches aufmerksam verfolgt und verwaltet. Die Reinkarnation wichtiger Rinpoches wie des Dalai Lamas und des Panchen Lamas muss durch die Zentralregierung genehmigt und besiegelt werden. Gemäß der religiösen Riten und historischen Festlegungen darf das Losziehen aus einer goldenen Flasche zur Bestätigung des Seelenkinds nicht fehlen. In der 1793 veröffentlichten "Kaiserlichen Regelung nach Todesfällen in Tibet" muss die Reinkarnation von Rinpoches durch Losziehen aus goldener Flasche und Benachrichtigung der Zentralregierung zur Genehmigung erfolgen. Erst dadurch könne die offizielle Thronfolge fortgeführt werden. Auch wenn das Losziehen fehle, müsse die Genehmigung durch die Zentralregierung erfolgen.

1792 wurde im Yonghegong-Tempel in Peking auf der Stele "Lama-Theorie" systematisch der Ursprung des Rinpoche-Reinkarnationssystems sowie die Gründe für das Losziehen aus der goldenen Flasche beschrieben.

Nach Gründung des neuen Chinas wurde in chinesischen Minderheitengebieten durch Bodenreformen die Trennung von Staat und Religion verwirklicht und ein System der Autonomie von Minderheitenregionen eingerichtet. Das Recht auf Religionsfreiheit der Bürger wird durch die Verfassung und Gesetze geschützt. Die Regierung verwaltet weiter Religionsangelegenheiten. Rinpoches nehmen als Bürger des Landes aktiv an politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Angelegenheiten des Landes teil.

 

Autor: Yao Haoran

Quelle: China Tibet Online

Übersetzt von China Tibet Online

(Editor: Rita Li) 

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