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Der tibetische Valentinstag – das „Feen-Fest“

Datum: 05.12.2017,09:37:32 Quelle: China Tibet Online

Am 3. Dezember war der Jokhang-Platz in der tibetischen Stadt Lhasa von Menschen überfüllt. Die meisten Leute waren Frauen in festlicher Kleidung. Es war viel lebhafter als gewöhnlich, weil der Tag der 15. des 10. Monats nach dem tibetischen Kalender, nämlich das traditionelle volkstümliche „Feen-Fest“ des tibetischen Buddhismus, war. Die Frauen in festlicher Kleidung feierten ihr exklusives Fest, das einmal im Jahr stattfindet.

Das Feen-Fest wird auch als „Paila Rigros Fest“ bezeichnet und zielt darauf ab, der Glücksgöttin „Pelden Lhamo“, die auch Beschützerin des Jokhang-Tempels ist, Opfer darzubringen, um für ihren Schutz zu beten. Nach den tibetischen Sitten und Gebräuchen ist die Glücksgöttin auch Beschützerin der Frauen und kann den Frauen Glück und Schönheit bringen. Deswegen hält man diesen Tag auch für das „Feen-Fest“.

Einer Legende zufolge lud der Tibet-König Songtsen Gampo Pelden Lhamo zur Beschützerin des Jokhang-Tempels ein. Im tibetischen Buddhismus hat Gott unterschiedliche Inkarnationen. Die Göttin-Statue im Johkang-Tempel zeigt einen wütenden Gesichtsausdruck mit schwarzem froschförmigem Gesicht. Die grausame Figur kann die Dämonen aus allen Richtungen erschrecken. Am 15. des 10. Monats nach dem tibetischen Kalender wird die Statue aus dem Jokhang und nach einer Parade in Lhasa zum südlichen Ufer des Lhasa-Flusses gehoben. Am anderen Ufer des Lhasa-Flusses gibt es einen Tempel zum Gedenken des Tibet-Generals Trizuntsen in der Antike. Die Göttin Pelden Lhamo sieht am anderen Ufer aus weiter Ferne ihren Geliebten, um ihre Sehnsucht zum Ausdruck zu bringen.

Wegen dieser Legende haben die Frauen in Lhasa jedes Jahr an diesem Tag die luxuriöseste Kleidung an und tragen verschiedene Gold- und Jadeschmuckstücke. Am frühen Morgen gehen sie zum Jokhang-Tempel und bringen der Göttin mit Froschgesicht Opfer dar. Dann trinken sie Qiang-Wein, singen und tanzen, um das Fest zu feiern. An demselben Tag gibt es noch einen speziellen Brauch. Die Frauen können zuhause oder auf der Straße von Männern Geld verlangen, was dafür steht, Glück zu bekommen.

 

Autor: Jia Huajia

Quelle: China Tibet Online

Übersetzt von China Tibet Online

Editor. Li Hongqing

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