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Verbreitung der „drei außergewöhnlichen Kunstfertigkeiten“ des Kumbum-Klosters

Datum: 07.12.2017,09:47:43 Quelle: China Tibet Online

Es ist gegen Abend. Der fast 50 Jahre alte Kunstmönch des Klosters Kumbum Champa Ling, Yinpa Jiantso, ist gerade von der Arbeit zu seiner Unterkunft zurückgekehrt.

Vor über einem Jahr hatte Yinpa Jiantso der Presse noch zum Spaß gesagt, dass er schon Rentner sei und neben dem Malen und dem Unterrichten nirgendwohin gehe. Allerdings ging er in den vergangenen Tagen jeden Tag rechtzeitig zur Arbeit, um Butterskulpturen herzustellen und den jungen Kunstmönchen diese Kunstfertigkeit zu zeigen.

Die Butterskulptur

Das Kloster Kumbum Champa Ling ist der Geburtsort des Begründers der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus Tsongkhapa (1357-1419). Hier werden die Butterschnitzerei, das prächtige Wandgemälde und die Haufenstickerei als die „drei außergewöhnlichen Kunstfertigkeiten“ bezeichnet.

Es ist der letzte Monat nach dem tibetischen Kalender. Der Termin für die Kunstmönche aus der oberen und der unteren Butterschnitzerei-Schulen des Kumbum-Klosters rückt immer näher. Jedes Jahr vollenden sie mit Yakbutter und Mineralfarbstoff mit hoher Qualität innerhalb von zwei bis drei Monaten die Herstellung von großen Butterskulpturen, die am 15. des ersten Monats präsentiert werden.

Obwohl jedes Jahr die Ausstellung von Butterskulpturen hunderttausend Pilger anzog, sagt Yinpa Jiantso noch offen, im Vergleich zur frühen Zeit seien die heutigen Fertigkeiten viel schwächer. „Früher konnten alle Kunstmönche, die Butterschnitzereien herstellen, malen. Heute können immer weniger Mönche malen.“

Die Wandgemälde

„Diejenigen, die Butterskulpturen machen, müssen malen können. Sonst sind sie Bäume ohne Wurzeln.“ Yinpa Jiantso erinnert sich, dass er, als er gerade ins Kloster gegangen war, neben den klassischen buddhistischen Werken noch von den alten Künstlern die Fertigkeiten von Butterschnitzerei, Lehmplastik und Thangka gelernt hat.

In diesem Jahr bekam das Kumbum-Kloster eine offizielle Geldunterstützung für die Ausbildung von Qualifizierten der Butterschnitzerei. Es scheint, als ob Yinpa Jiantso aufatmen kann. Im 8. und 9. Monat nach dem chinesischen Mondkalender hat das Kumbum-Kloster zum ersten Mal seit Jahren mehr als 20 junge Kunstmönche aus der oberen und der unteren Butterschnitzerei-Schule ausgewählt, um das grundlegende Thangka-Malen zu lernen. Yinpa Jiantso zählt zu den Lehrern.

Die Haufenstickerei

 

Autor: Zhang Tianfu

Quelle: chinanews.com

Übersetzt von China Tibet Online

Editor. Li Hongqing

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