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Legende des Risang Rinpoche und seiner Familie (Teil 1)

Datum: 05.01.2018,11:29:34 Quelle: China Tibet Online

Risangs voller Name ist Risang Dorje. Er ist ein 32 Jahre alter Rinpoche und gehört zur Drigung-Kagyü-Schule, der so genannten weißen Religion. Im Gegensatz zu vielen anderen Rinpoche, die in der Kindheit als Seelenkind festgestellt wurden, begann Risangs Leben als Rinpoche mit 17 Jahren. „Mein Erlebnis ist komplizierter als eures.“ Dies sagt Risang oft beim Meinungsaustausch mit anderen Rinpoche.

1974 wurde Risang im Grasland Bayinbuluke in Xinjiang geboren. Im Alter von acht Jahren zog Risang mit seiner Familie in den tibetischen Regierungsbezirk Ngari und lebte als Viehhirte. Seinen Erinnerungen zufolge kam ein spezieller Rinpoche im Weidegebiet an, als er zur Schule gehen wollte. Der Rinpoche teilte einem Mönch im lokalen Kloster mit, dass er ein im Jahr des Tigers geborenes Kind nicht zur Schule gehen lassen sollte. Eines Tages in Zukunft werde jemand bestimmt nach ihm suchen. Risang hatte diesen Rinpoche nie gesehen. Trotzdem ging er nicht zur Schule, nachdem der Mönch die Aussage des Rinpoche übermittelt hatte.

Als er zwölf Jahre alt war, kam ein neuer Rinpoche in seiner Heimat, der Gemeinde Yanhu im Kreis Gê'gyai, an. Risang ging zu ihm und ließ sich offiziell tonsurieren. Weil er sich in ein sehr kleines Kloster bekehrte und der ausgewählte Rinpoche später das Kloster verließ, hatte Risang seitdem keinen guten Lehrer und wurde ein „Problemjunge“, der den ganzen Tag mit Faulenzen verbrachte. Er trug keine offizielle Mönchskutte, ging oft aus dem Kloster hinaus, trank Alkohol und raufte, so dass er der „Boss von Ngari“ wurde.

Im Alter von 17 Jahren änderte sich Risangs Schicksal nochmal. Eines Morgens besuchte ein Mann in sehr offizieller Mönchskutte ihn. Als er Risang, der noch nicht aufgestanden war, sah, tat er sofort vor ihm einen Kniefall. Seitdem ist Risang der wiedergeborene Rinpoche des Tongling-Klosters im Regierungsbezirk Shigatse.

Tshurphu-Kloster

Risang meint: „Es handelt sich um mein abhängiges Bestehen mit dem Buddhismus.“ Das Tongling-Kloster hat die Sitringasol-Zeremonie für Risang abgehalten. Weil es im Tonging-Kloster keinen hochgebildeten Mönch als Lehrer gibt, ging Risang mit 24 Jahren ins Tshurphu-Kloster in der Nähe von Lhasa, um in Selbstisolation zu üben.

Nach einer drei Jahre, drei Monate und drei Tage langen Übung in Selbstisolation in einem Kloster im Berg begann Risang, jeden Tag eine echte Mönchskutte zu tragen. „Die Übung war die wertvollste Sache der Welt.“ Risang sagt, seine größte Frucht durch die Übung liege darin, dass er „sein eigenes Herz zurückgeholt habe“. Seiner Meinung nach lässt der Buddhismus ihn die innere Ruhe finden.

 

Autor: Li Jing

Quelle: Sanlian Life Week

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing

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