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Moderne Technik hält Einzug im Kloster Kumbum Champa Ling

Datum: 10.01.2018,10:24:04 Quelle: China Tibet Online

Nyibo Dorje ist Mönch im exoterischen Institut im Kloster Kumbum Champa Ling. Er hat an dem Tag im Sicherheitsbüro des Klosters Kumbum Champa Ling Dienst. Während er den Bildschirm des Computers für das Kontrollsystem anstarrt, fragt er den Journalisten: „Wo kann ich Computer-Kenntnisse lernen? Wie bedient man den Computer?“

Durch Einfluss der Familienüberlieferung bekehrte sich Nyibo Dorje im Alter von 16 Jahren ins Kloster, um die buddhistischen Lehren zu lernen. Heute sind zwölf Jahre vergangen. Mit Computern kennt er sich offensichtlich nicht gut aus. Jedoch äußert sich der Überschwang seiner Zuneigung in den Worten.

Sein älterer Mitlehrling, der 37-jährige Losang Tagke, ist ganz anders. Er kann als „Computer-Experte“ von den Mönchen im Kloster Kumbum Champa Ling bezeichnet werden. In seinem Mönchsheim gibt es einen Computer. Er surft oft durch Breitband im Internet.

Das Kloster Kumbum Champa Ling ist ein berühmtes Kloster auf dem tibetischen Hochland und blickt auf eine Geschichte von mehr als 600 Jahren zurück. Es ist bekannt als Geburtsort des Begründers der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus Tsongkhapa (1357-1419). Es befindet sich in der Provinz Qinghai im Osten des tibetischen Hochlandes. 98 Prozent der Fläche der Provinz sind autonome Regionen der Tibeter. Der tibetische Buddhismus nimmt eine Hauptstellung ein.

Mit der wirtschaftlichen Entwicklung und dem gesellschaftlichen Fortschritt ist die moderne Zivilisation sowohl aufs tibetische Hochland als auch ins alte Kloster gekommen. Unvermeidlich hat sie den Klöstern Anstoß und Reform gebracht. Diese Veränderungen machen die Mönche in den Klöstern sowohl froh als auch besorgt.

Froh sind sie darüber, dass sich die Lebensbedingungen im großen Maße verbessert haben. Sie benutzen jetzt Leitungswasser. Alle elektrischen Geräte, wie elektrisches Licht und Fernsehen, sind vorhanden. Auf dem Dach von vielen Mönchsheimen sind Solar-Warmwasserbereiter aufgestellt worden.

Seit den vergangenen Jahren sind Computer populär. Fast jeder junge Mönch hat einen Computer. Manche haben auch einen tragbaren Laptop. Beim Lernen in der Sutren-Halle nehmen sie auch per MP3-Player die Sutren-Erklärung ihrer Lehrer auf, um weiter zu lernen.

Nun baut das Kloster Kumbum Champa Ling seine Webseite auf Chinesisch, Tibetisch und Englisch auf. Dies verhilft der Verbreitung der Kultur des tibetischen Buddhismus des Klosters Kumbum Champa Ling im Internet.

„Die Entwicklung der Technik und die Erhöhung der Landesstärke machen das Leben viel praktischer.“ Der Mönch des Klosters Kumbum Champa Ling  Gyaltsen Nyangten sagt: „Die jetzige Politik ist wirklich gut. Die Glaubensfreiheit ist in die Tat umgesetzt worden.“

Trotzdem haben die alten Mönche ihre eigenen Sorgen. Der alte Mönch Dambei Nyizhu, der vor 50 Jahren ins Kloster ging, sagt: „Manche junge Mönche haben sich dem Internet ergeben, was ihre konzentrierte buddhistische Übung negativ beeinflusst.“

Gyaltsen Nyangten, der vor fast 30 Jahren ins Kloster gegangen ist, ist im Hinblick auf dieses Problem optimistisch: „Der Einfluss des Internets ist unvermeidlich. Dies hat keinen Nachteil. Man kann dadurch die Außenwelt kennen lernen. Aber es geht nicht, sich dem zu ergeben. Es soll einen gewissen Grad geben. Wer sich zum Buddhismus bekehrt hat, soll konzentriert die buddhistischen Lehren lernen und die buddhistische Kultur verbreiten. Selbst wenn sich die Technik stark weiterentwickelt, sollten die Mönche ihre Aufgaben nicht vergessen.“

 

Autor: Lü Xueli

Quelle: xinhuanet.com

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing

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