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Hochpräzises digitales Archiv zu Wandgemälden des Tholing-Klosters

Datum: 11.01.2018,09:41:42 Quelle: China Tibet Online

Vor kurzem erschienen zwei etwa 4 Meter hohe Wandgemälde des weißen Palasts des tibetischen Tholing-Klosters in der ostchinesischen Stadt Suzhou (Provinz Jiangsu). Die Gemälde sind anmutig mit leuchtenden Farben. Die Linien der Kleidung der Mönche und Buddhamutter, des von ihnen getragenen Schmucks und ihrer buddhistischen Instrumente sind exquisit und es fehlt nicht an feinen Haaren.

Dies geschah durch die Zusammenarbeit des Wandgemäldebüros des weißen Palasts des Tholing-Klosters mit der Universität Zhejiang, dem Kulturbüro des Gebiets Ngari und dem Reliktebüro von Zanda bei der hochpräzisen digitalen Archivkopie. Durch 6 Monate Arbeit wurde die digitale Sammlungsarbeit vollbracht, wodurch Besucher erstmals aus 1000 Meilen Entfernung die exquisiten tibetischen Relikte bestaunen können.

"Man sieht die Wandgemälde so, wie sie jetzt wirklich aussehen. Die Farben entsprechen zu über 95% dem Original.", so Professor Li Zhirong vom Kulturerbeforschungsinstitut der Uni Zhejiang. Durch die digitale Aufnahme wurde ein hochpräzises Bild erstellt, wie es mit traditionellen Fotografiermethoden nicht möglich gewesen wäre. Die Auf- und Abbewegungen aller Linien der Gemälde lassen sich nachvollziehen.

Das Tholing-Kloster liegt im Gebiet Ngari des Autonomen Gebiets Tibet in Zanda am Ufer des Langchen Zangbo. Das 996 n. Chr. gebaute Kloster ist das erste während der Guge-Dynastie in Ngari gebaute Kloster, was langsam zum dortigen buddhistischen Zentrum wurde. Der weiße Palast liegt im Nordosten des heutigen Klosters. Die Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts hergestellten Wandgemälde sind am besten erhalten. Sie bedecken etwa 320 m Fläche und zeigen lebhaft, wie sich in der tibetisch-buddhistischen Kunst die Kunststile mehrerer Völker gebietsübergreifend miteinander vermischten.

Diese Arbeit bietet für die Erforschung des tibetischen Buddhismus präzisere Materialien. Bei einer Bilderreihe der Ostmauer des Klosters unten fanden Forscher erstmalig durch hochpräzise Bilder eine wichtige Inschrift, die durch Regenwasser unkenntlich wurde. Die Hauptfigur im mittleren Bild wurde als Sakyamuni identifiziert. Bei den Bildern zu seinen Seiten geht es um eine Almosenreise von Mahakasyapa.

Dies war die sechste Untersuchungsarbeit im Kloster seit den 1980er Jahren und auch bis heute die systematischste und umfassendste Aufzeichnungsarbeit. "Die Erstellung des hochpräzisen digitalen Archivs bedeutet, dass die Wandgemälde, selbst wenn sie irreparabel geschädigt werden, anhand der Originaldaten wiederhergestellt werden können", so Li Zhirong.

 

Quelle: Xinhua News

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing

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