Thema:
Startseite > Religion > Artikel

Tibets erster in Japan studierender Student (Teil 1)

Datum: 27.02.2018,10:10:25 Quelle: China Tibet Online

Der erste in Japan studierende Student in der tibetischen Geschichte ist der Rinpoche des Sera-Klosters Cadrup Ngawang Lobsang, den der 13. Dalai Lama persönlich nach Japan schickte. Das Studium dauerte neun Monate vom April 1911 bis zum Januar 1912.

Im Sommer 1908 wohnte der 13. Dalai Lama im Wutai-Gebirge und wollte zur Audienz zum Kaiser nach Beijing gehen. Nachdem er sich darüber informiert hatte, schickte Kozui Otani, der Abt des japanischen Tempels Nishi Hongan-ji, der bekannt dafür war, dreimal eine Mittelasien-Expedition gesendet zu haben, Ende Juli desselben Jahres seinen Schüler Sonyu Otani zum Wutai-Gebirge, um heimlich mit dem Dalai Lama zu treffen. Die beiden Seiten einigten sich darüber, den buddhistischen Austausch zu fördern und einander Studenten zu schicken. Später hatte Japan die beiden Mönche Bunkyo Aoki und Tokan Tada zum Studium nach Tibet geschickt, die drei Jahre beziehungsweise zehn Jahre in Tibet studierten. Der Dalai Lama schickte dann den Rinpoche Cawache Ngawang Lobsang vom Sera-Kloster zum Studium nach Japan.

Ngawang Lobsang wurde 1880 in die adlige Familie Legrab Demba geboren. Mit fünf Jahren trat er ins Sera-Kloster ein und wurde Mönch im Dorf Cawakang. Mit sechs Jahre wurde er als das Seelenkind des 68. großen Rinpoche Gandain Cheba Lobsang Geleg anerkannt und nahm im Sera-Kloster an der Sitringasol-Zeremonie teil. In manchen Dokumenten wurde er als „Rinpoche Cawache“ bezeichnet. Seit der Kindheit war er intelligent und lernte sehr fleißig. Im Alter von 21 Jahren bekam er schon den höchsten akademischen Grad des tibetischen Buddhismus „Geshe Lharampa“. Danach reiste er zu den verschiedenen Regionen in Tibet und lernte von Lehrern verschiedene Kenntnisse wie Geschichte, Literatur, Lyrik, Medizin und Sternberechnung. Insbesondere war er in der Literatur, der Lyrik und der tibetischen Grammatik bewandert. Der Rinpoche Cawache war auch mit dem 13. Dalai Lama fünf Jahre nach Beijing und zu anderen Orten gereist und wurde gemeinsam mit dem Dalai Lama vom Qing-Kaiser Guangxu (1875-1908) vorgelassen.

Im April 1911 bewahrten der Rinpoche Cawache und seine drei Begleiter das Geheimnis ihrer Identität und kamen im japanischen Kyoto an. Zuerst lernte er im Nishi Hongan-ji Japanisch. Nach fast einem halben Jahr konnte der Rinpoche Cawache die grundlegenden Dialoge behandeln. Dann zog der Rinpoche Cawache mit seiner Begleitung in eine in Kobe eingerichtete luxuriöse Villa um und lernte weiter. Er lernte sehr fleißig, und konnte japanische Schriften mit seltenen chinesischen Schriftzeichen lesen und schreiben. Damals war er vorbereitet, die japanische buddhistische Geschichte zu lernen.

 

Autor: Qin Yongzhang

Quelle: China’s Tibet

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing 

Menschen

Mehr>>
Oper über chinesischen Mönch Jianzhen in Xinbei aufgeführt Xigazê, Prüfungsstäte für eine Person Müll sammeln auf dem Mt. Qomolangma Tibetischer Mittachziger überliefert Sanskrit Der Thangka-Überlieferer Karma Kagyu
12345
  

Auch interessant