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Die im Sakya-Kloster erhaltene blauweiße Schüssel mit bunten Mustern der Ming-Zeit

Datum: 13.03.2018,11:35:11 Quelle: China Tibet Online

Die im Sakya-Kloster erhaltene blauweiße Schüssel mit bunten Mustern von Lotusblumen und Mandarinenten der Xuande-Zeit (1426-1435) der Ming-Dynastie (1368-1644) zählt zu den zahlreichen Schätzen Tibets und ist sehr wertvoll. Sie wurde bei einer 1999 in Beijing stattfindenden Ausstellung über die tibetische Kultur präsentiert und hat viele Besucher angezogen.

Man hat die bunten Porzellanwaren aus der Amtszeit der Xuande-Kaiser lange nicht gesehen, was zu vielen Zweifeln führte. Jedoch wurde diese Schüssel 1984 im tibetischen Sakya-Kloster zufällig entdeckt und später als eine bunte Porzellanware aus dem kaiserlichen Brennofen der Xuande-Zeit bestätigt. Die Bedeutung versteht sich ja von selbst.

Die Schüssel hat eine Höhe von 9,6 Zentimetern, einen oberen Durchmesser von 19 Zentimetern und einen unteren Durchmesser von 7,9 Zentimetern. Am äußeren Rand der Schüssel wurde das blauweiße Muster von Drachen und Wolken, in der Mitte das blauweiße und bunte Muster von Lotusblumen und Mandarinenten gemalt. Die beiden Muster sind von zwei blauweißen Linien getrennt. Am inneren Rand gibt es ein rundes blauweißes Muster von tibetischer Schrift, das „Glück“ bedeutet. An der inneren Unterseite gibt es ein blauweißes und buntes Muster von Lotusblumen und Mandarinenten, an der äußeren Unterseite zwei blauweiße Kreise, in denen „Hergestellt in der Xuande-Zeit der Ming“ geschrieben ist. Bei der Schüssel handelt es sich um eine Integration von blauweißem und buntem Porzellan.

Das Sakya-Kloster ist ein berühmtes Kloster der Sakya-Schule des tibetischen Buddhismus und wurde 1073 im Tal des Chongqu-Flusses in Südtibet gebaut. Der 4. ehrwürdige höchste Meister der Sakya-Schule, Künga Gyeltshen (1182-1251), wurde Sakya Pandita genannt, weil er mit den fünf Lehren (Buddhismus, Hetuvidya, Linguistik, Medizin und Technik) vertraut war. 1244 ging er auf Einladung von Godan, dem Sohn des Ögedei Khans, der als zweiter Großkhan das Mongolenreich regierte, nach Xiliang (heute Wuwei in Gansu), um dort die buddhistischen Sutren zu erklären. Dies hat direkt dazu geführt, dass die Zentralregierung der Yuan-Dynastie (1271-1368) in Tibet das administrative System einrichtete. Er war eine historische Persönlichkeit, die die Grundlage dafür legte, dass Tibet unmittelbar von der Zentralregierung verwaltet wird. Nach seinem Tod wurde sein Neffe Chögyel Phagpa (1235-1280) der 5. ehrwürdige höchste Meister der Sakya-Schule. Vor dem Aufstieg der von Tsongkhapa begründeten Gelug-Schule hat sich die Sakya-Schule zur Hauptstütze der verschiedenen Schulen des tibetischen Buddhismus entwickelt. 1260 ernannte der Kublai Khan, Gründer der Yuan-Dynastie, Chögyel Phagpa zu seinem Lehrer und ließ ihn die 130.000 Familien von Ü-Tsang verwalten. Als religiöser Anführer war Chögyel Phagpa auch politischer Herrscher. Seitdem ist in der tibetischen Geschichte das theokratische System entstanden. Es handelt sich auch um den Anfang dessen, dass die Zentralregierung der Yuan-Dynastie politische Maßnahmen in Tibet durchführte.

Nach der Gründung der Ming-Dynastie genossen die Anführer des tibetischen Buddhismus auch eine Vorzugsbehandlung, damit das Regieren in Tibet gefestigt wurde. Die wichtigen Personen der Sakya-Schule bekamen viele Titel. Die im Sakya-Kloster erhaltene Schüssel soll vom kaiserlichen Brennofen extra für Tibet hergestellt worden und ein Geschenk der Zentralregierung für das Sakya-Kloster sein. Den Abnutzungen nach zu urteilen soll sie für eine lange Zeit benutzt worden sein. Es handelt sich um einen wichtigen Zeugen der Beziehungen zwischen der Zentralregierung der Ming-Dynastie und Tibet.

 

Autor: Wang Fang

Quelle: China’s Tibet

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing 

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