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Besuch der Heimat der Religion Bön

Datum: 14.03.2018,11:25:08 Quelle: China Tibet Online

Der Kailash ist ein heiliger Gipfel der Religion Bön. Ganz im Gegenteil zu den Buddhisten pilgern die Bön-Gläubigen gegen den Uhrzeigersinn. Das Bild zeigt die pilgernden Bön-Gläubigen.

Der Bön heißt in der tibetischen Sprache „Bönpo“ (kurz Bön). Es handelt sich um eine bodenständige Religion in Shangshung (heute dem Regierungsbezirk Ngari), bevor der Buddhismus nach Tibet eingeführt wurde. Der heutige Bön ist schon längst nicht die ursprüngliche Religion von eigentlicher Bedeutung, sondern ein historisches Erzeugnis der Vermischung von Bön und Buddhismus. Seine Inhalte sind groß in der Zahl und ohne jede Ordnung. Er verfügt sowohl über manche Merkmale der ursprünglichen Religion Wu als auch über zahlreiche Elemente der systematischen Theologie. Um den früheren originalen Bön kennen zu lernen, ist Ngari ein sehr wichtiger Ort. Laut den schriftlichen Aufzeichnungen in der späteren Periode war der Bön schon vor der Gründung des Königreichs Tubo (618-842) in Shangshung weit verbreitet und wurde dann von Shangshung nach Tibet eingeführt.

Vor einigen Jahren wurden einige Felsbilder, die etwas mit dem Bön zu tun haben, im Kreis Rutog in Ngari entdeckt. Die archäologischen Mitarbeiter meinen, dass diese Felsbilder über die Menschen vom alten Shangshung sind. In den Felsbildern gibt es fast keine Spuren, die die landwirtschaftliche Kultur symbolisieren. Daraus ergibt sich, dass die Einwohner im antiken Shangshung von der Jagd und Tierhaltung lebten. Zugleich gibt es in den Bildern keine Inhalte, die den Buddhismus verbreiten. Das Bild mit den umfangreichsten Inhalten zeigt jedoch die großartige Szene, bei der man Haustiere schächtet und Opfer darbringt. Unter den Opferbildern gibt es 125 Schafköpfe und zehn Keramik-Krüge, in denen schätzungsweise das Blut gehalten wird. Unter den Gottheiten, denen man opfert, gibt es die Sonne, den Mond, das den Bön symbolisierende Zeichen „Yungdrung“, den Fisch, das männliche Geschlechtsorgan und noch das „“-förmige Zeichen, das für die „Himmelsleiter“ steht. Auf einer Schiefersteilwand gibt es zahlreiche Tierfiguren wie Gaur, Antilope, Ziege, Hirsch und Pferd sowie manche Menschenfiguren, die das Schild halten, ringen, reiten und tanzen. In den Bildern mit Menschenfiguren wurden die Männer mit einfachen abstrakten Zeichen von Frauen unterschieden. Aus diesen Felsbildern kann man manche Merkmale der ursprünglichen Religion Bön erfahren wie zum Beispiel die Anbetung der Natur und der Tiere (insbesondere der Ziege) sowie die Darbringung von getöteten Tieropfern.

Das größte Bön-Kloster in der Region Kham – das Yixi-Kloster im Kreis Xinlong. Hier werden viele klassische Werke und Rituale des Böns erhalten.

Nach den Lehren der Religion Bön hat der Bön viel mit dem Zoroastrismus aus Persien zu tun. Der Zoroastrismus herrschte schon vor Christus in Westasien. Heute gibt es im Iran und in Indien noch Gläubige dieser Religion. In der Mitte des 7. Jahrhunderts wurde Persien vom Kalifenreich erobert, so dass die Menschen in diesem Land an den Islam glauben. Aber der Kontakt zwischen Shangshung und Westasien wurde vor dem 7. Jahrhundert aufgenommen. Damals war der Zoroastrismus in Westasien noch populär. Der alte Staat Shangshung befand sich auf der Verkehrsader der nationalen Umsiedelung in Zentral- und Westasien, und es ist deswegen kein Wunder, dass er vom Zoroastrismus beeinflusst wurde. Nach dem Ursprung des Universums und der Entstehung der Menschheit der Religion Bön ist sie offensichtlich vom Dualismus des Zoroastrismus beeinflusst worden.

 

Autor: Gelek

Quelle: China’s Tibet

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing 

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