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Experte: Glaubensfreiheit wird in Tibet garantiert

Datum: 09.04.2018,09:35:22 Quelle: China Tibet Online

Vor kurzem hat das Presseamt des Staatsrates das Weißbuch „Chinas Politik und Praxis zur Garantie der Glaubensfreiheit“ veröffentlicht.

Der Direktor des Forschungsinstitutes für Religion an der Akademie der Sozialwissenschaften des Autonomen Gebiets Tibet, Buqung, ist ein Experte im Bereich Forschung über den tibetischen Buddhismus, der über mehr als 30-jährige Erfahrung verfügt. Als Nachfolger eines tibetischen Mönchs, der ins weltliche Leben zurückkehrte, erzählt er, dass in den 1940er Jahren sein Vater und seine zwei Brüder mit ihren Eltern von Lhasa nach Lhoka, das mehrere hundert Kilometer entfernt liegt, wegen ihrer Schulden bei tibetischen Grundherren flohen. „Die Familie mit fünf Angehörigen hatte es schwer, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Für Brot schickte mein Großvater meinen Vater und seine zwei Brüder ins lokale Kloster Tsecoba. Damals war mein jüngerer Onkel weniger als fünf Jahre alt.“

1959 fanden die demokratischen Reformen in Tibet statt. Millionen Leibeigene wurden befreit, bekamen Grund und Freiheit. Buqungs Vater und seine zwei Brüder kehrten auch ins weltliche Leben zurück. Der Mönch Ringden, der sich in demselben Jahr wie Buqungs jüngerer Onkel ins Kloster bekehrte, ging auch zur Schule, nachdem er ins weltliche Leben zurückgekehrt war. Später wurde er in die Tsinghua-Universität geschickt, um fortgebildet zu werden. Danach wurde er Beamter.

1988 erforschte Buqung im Kloster Mindrölling, das zu den sechs großen Klöstern der Nyingma-Schule des tibetischen Buddhismus zählt, die religiöse Geschichte. Er erinnert daran, dass er alle historischen Materialien an den Außenwänden der großen Gebetshalle des Klosters Mindrölling aufschreiben musste. Damals half ein 15 Jahre alter Mönch aus dem Kloster namens Jugmi Tsedim ihm dabei. „Unerwarteterweise kann er auch schreiben, und seine Handschrift ist sehr schön. Bei einem Gespräch mit ihm erfuhr ich, dass dieser junge Mönch sich nach dem Abschluss von der Mittelschule freiwillig zum Buddhismus bekehrte.“

Heute ist er Experte für den Schutz der antiken Schriften von Norbu Lingka, das in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Weil er sich seit Jahren mit dem Schreiben und Gravieren von Sutren beschäftigt, ist er bereits ein repräsentativer Verbreiter der „Lanza-Schriftart der tibetischen Kalligrafie“, die in die Liste des immateriellen Kulturerbes auf der Ebene des Autonomen Gebiets Tibet aufgenommen wurde, und zählt zu den ersten „Handwerkskünstlern in den tibetischen Regionen“.

Während der Untersuchung erfuhr Buqung, dass viele Mönche in den Klöstern in Tibet an gemeinnützigen Veranstaltungen teilnehmen wollen. In den vergangenen zwei Jahren hat das erste Kloster Tibets Samye pro Jahr 200.000 Yuan gespendet, um den armen Kindern beim Lernen sowie den einsamen alten Menschen zu helfen. Er meint, es sei die ursprüngliche Zielvorstellung der Mönche, barmherzig zu sein und allen Kreaturen zu helfen.

In den vergangenen mehr als zehn Jahren hat Tibet die „Maßnahmen zur Verwaltung der Reinkarnation von Rinpoche des tibetischen Buddhismus“ erlassen und den „Bildungsplan der weniger als 16 Jahre alten jungen Rinpoche“ durchgeführt. Dazu sagt Buqung, diese Maßnahmen präsentieren die Idee der umfassenden gesetzgemäßen Verwaltung des Staates und seien wichtige Maßnahmen zur Garantie der Glaubensfreiheit der Bürger, zum Respekt der Erbfolge der Rinpoche des tibetischen Buddhismus sowie zur Standardisierung der Verwaltung der Reinkarnation der Rinpoche.

Er erwähnt auch, dass die tibetischen Mönche und Nonnen genau wie andere chinesische Bürger das Recht auf soziale Absicherung und Dienstleistungen genießen. Seiner Meinung nach sollen die Mönche und Nonnen weder wegen ihres Glaubens, Berufs und ihrer Lebensweise diskriminiert noch als Menschen außerhalb des Gesetzes und der Verwaltung betrachtet werden, sondern die Gesetze und Vorschriften des Staates sowie die religiöse Disziplin der Klöster strikt einhalten.

 

Quelle: chinanews.com

Übersetzt von China Tibet Online

Editor: Li Hongqing

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