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Archiv der nationalen Kunstschätze in Tibet: Der Stupa des 5. Dalai Lama

Datum: 19.04.2018,11:45:11 Quelle: China Tibet Online

[Zeit] Gebaut im Jahr 1690

[Stoff] Holz, Gold, verschiedene Juwelen wie Perlen und Achat

[Struktur] Der Stupa ist 14,84 Meter hoch, 7,65 Meter breit, hat einen viereckigen Sockel und einen runden Körper im Bodhgaya-Stil. Er besteht aus drei Teilen: Sockel, Körper und Spitze. Der Stupa hat eine Holzstruktur. Seine Außenseite wird von 5950 Kilogramm Gold bedeckt. Darauf sind 18.000 Stücke Perlen, Achat, Türkis, Rubin, Korallen und Kristall eingesetzt. Darunter gibt es eine Perle, die größer als der Daumen eines erwachsenen Menschen ist. Nach der Überlieferung hat sie sich im Gehirn eines Elefanten gebildet und ist sehr wertvoll. In der Nische am Stupa-Tor werden der Avalokiteshvara-Statue Opfer dargebracht. Am Sockel gibt es die Reliefs von zwei sich umsehenden Löwen.

[Ort] Shaten Lhakhang im Roten Palast des Potala-Palastes

Der 5. Dalai Lama Ngawang Lobsang Gyatsho (1617-1682) war im ganzen Leben fleißig und wissbegierig und in den Fächern Sanskrit, Poetik, Kalenderberechnung, Medizin und buddhistische Philosophie bewandert. Er begeisterte sich für die Kunst, war für die Fertigung der Buddha-Statuen und Wandgemälde in vielen Klöstern zuständig, und hatte persönlich Artikel geschrieben, um diese aufzuzeichnen. Er hatte noch Geld ausgegeben und berühmte Ärzte organisiert, tibetische Medikamente herzustellen. Die großangelegte Anfertigung von berühmten tibetischen Medikamenten wie Perlen 70 und Changjue hat seitdem begonnen.

Im religiösen Bereich entwickelte er mit allen Kräften die Gelug-Schule. Aber er bevorzugte selbst die esoterischen Lehren der Nyingma-Schule und hatte von mehreren hochgebildeten Mönchen der Nyingma-Schule Dzogchen gelernt. Er befahl dem hochgebildeten Nyingma-Mönch Terdag Lingpa Rigdzin, das Kloster Mindrölling aufzubauen.

Weil er in der Jugendzeit oft gereist war, taten seine Hände und Füße ab seinem mittleren Lebensalter weh. Es fiel ihm schwer, sich zu bewegen. Dann wohnte er im Potala-Palast und konzentrierte sich auf das Schreiben und die abgeschlossene Übung. Er hat viele Werke geschrieben, darunter mehr als 30 Sammelbände. Unter allen Dalai Lamas hat er die meisten Werke geschaffen, die von der Druckerei des Potala-Palastes gedruckt und verlegt worden sind.

Er hatte mehr als 1000 Schüler. Viele Schüler kehrten nach dem Lernen in ihre Heimat zurück und richteten Klöster ein, um buddhistische Lehren zu verbreiten. Dies hat eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Gelug-Schule in den tibetischen und mongolischen Regionen gespielt.

1682 machte der 5. Dalai Lama das Nirwana im Alter von 66 Jahren im Potala-Palast. Sein Körper wurde genau nach seiner Haltung vor dem Nirwana aufs Bett im Stupa gelegt. Seine rechte Hand liegt auf dem Knie und linke Hand auf dem Bett. Sein rechter Fuß streckt sich ein bisschen nach außen. Er sitzt in ritueller Kleidung nach Südwesten. Die Positionen sind gleich wie diese vor dem Nirwana. Alle Lebensmittel, Bücher und Schreibgeräte sind seine Artikel vor dem Nirwana.

Neben diesen gibt es laut Überlieferung im Stupa noch zahlreiche Schätze, wie zum Beispiel eine Reliquie des Daumens von Schakjamuni, die wie man sagt der Meister Padmasambhava von Indien nach Tibet gebracht hatte. Sie wurde später dem Meister Chögyel Phagpa (1235-1280) geschenkt. Ihr wurden dann immer im Potala-Palast Opfer dargebracht. Darüber hinaus gibt es Stiefel und Testament von Songtsen Gampo, das Palmblattmanuskript „Kalachakra Scholie“, das von Meister Padmasambhava und seinen Schülern Yexei Tsokgye und Thrisong Detsen mit Nasenbluten geschriebene Sutra „Prajnaparamita“, ein handgeschriebenes Sutra „Fünf Mottos“ und einen mit Silberschriften abgeschriebenen Kanon „Kanjur“. Außerdem gibt es noch eine rituelle Kopfdeckung von Atiśa, die Zähne und Schüssel von Tsongkhapa sowie verschiedene Schätze und rituelle Gegenstände.

 

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Lee

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