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Tibetische Mönche erstaunen über die rasante Entwicklung Lhasas

Datum: 28.04.2018,14:46:45 Quelle: China Tibet Online

"In meinen Erinnerungen war der Weg vom Sera-Kloster bis zum Potala-Palast voll Schotter und Unkraut. Nun schießen Reihen von Hochhäusern aus dem Boden. Früher musste man zu Fuß fast eine Stunde gehen, nun ist es nur ein Viertelstündchen mit dem Bus.", staunt der 71-jährige Mönch Lhundrup Qunjue aus dem Sera-Kloster beim Besuch des Stadtplanungsmuseums von Lhasa.

Über 30 Mönche des Klosters besuchten vor kurzem das Stadtplanungsmuseum mit seinen 6000 m² Ausstellungsfläche. Während sie den Erklärungen des Reiseleiters lauschen, betrachten sie aufmerksam die Ausstellungstische, um die historischen Änderungen Lhasas, die Stadtausrichtung und Ideen zur Bauentwicklung zu verstehen.

Die Eltern von Lhundrup Qunjue waren im alten Tibet einst Leibeigene. Weil seine Familie arm war, schickten sie ihn mit fünf Jahren ins Sera-Kloster, Mönch zu werden. Er weiß gar nicht wie viele Male er den Weg vom Sera-Kloster zum Potala-Palast gegangen ist. Er meint: "Auf diesem Weg gab es außer einigen verstreuten Bauernhäusern sonst nichts. Nun wurden bereits Reihen an Häusern und eine breite, saubere Straße gebaut."

Laut Aufzeichnungen vereinigte Songtsan Gambo im 7. Jahrhundert Tubo und machte Lhasa zur Hauptstadt. "Trotzdem hat sich Lhasa während langer 1000 Jahre nicht ordentlich entwickelt. Bei der heutigen Entwicklung Lhasas bringen ein paar Dutzend Jahre mehr als die 1000 davor." Qiangba Tashi, ebenfalls Mönch des Sera-Klosters, meint: "Lhasa vom Neolithikum bis zur heutigen blühenden Entwicklung. Die Erklärungen des Reiseleiters haben auf mich einen tiefen Eindruck gemacht und mir ein systematisches Verständnis zum Aufstieg und zur Entwicklung Lhasas gegeben."

"Lhasas Entwicklung umfasst mehrere Bereiche. Wenn man nur unser Sera-Kloster ansieht, sind die Veränderungen groß." Qiangba Tashi meint, dass viele Hallen des Sera-Klosters altersbedingt baufällig oder sogar einsturzgefährdet wurden. 2011 hat China offiziell mit der Renovierung des Klosters begonnen und über 58 Mio. Yuan (etwa 8 Mio. Euro) investiert. Die Infrastruktur des Klosters wurde merklich verbessert, wodurch die Mönche besser wohnen und lernen können.

Der 60-jährige Mönch Ngawang meinte: "Der Verkehr des heutigen Lhasas ist entwickelt, die Infrastruktur komplett. Die heutigen Entwicklungen Lhasas hätte ich mir nie träumen können. Heute sah ich die zukünftige Planung für Lhasa und konnte einen Blick auf zukünftige Entwicklungstrends erhaschen. Das alles gibt mir völlige Zuversicht zur Entwicklung Lhasas."

Das Sera-Kloster wurde vom Schüler Jiangqinquejie Shijiayixi (1352 - 1435) des Begründers der Gelug-Schule Tsongkhapa im Jahr 1419 gegründet. Zusammen mit dem Drepung-Kloster und dem Ganden-Kloster zählt es zu den drei großen Klöstern Lhasas."

 

Quelle: Chinanews.cn

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Lee

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