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Kurs jugendlicher Rinpoches im unteren Tantra-Kolleg des Jokhang-Tempels

Datum: 02.05.2018,10:26:21 Quelle: China Tibet Online

Kurs jugendlicher Rinpoche im unteren Tantra-Kolleg des Jokhang-Tempels

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts waren in der Abenddämmerung jedes Tages im unteren Tantra-Kolleg am nördlichen Rand des Jokhang-Tempels Geräusche des Pfeifens, des Ballschlagens und des Jauchzens zu hören. Es waren 11 junge Menschen, die gerade Basketball spielten. Jedoch war das keine normale Mannschaft. Es waren 11 jugendliche Rinpoches aus Tibet. Manchmal kam der Rinpoche Pagbalha hinzu.

Vor zehn Jahren konnten nicht nur normale Menschen sie nicht sehen.  Selbst zum Sutra-Studium konnten die Rinpoches nicht einmal im Jahr den Tempel verlassen. Heutzutage können die Einwohner der Umgebung die lebendigen Gestalten der Rinpoches sehen. Viele Einwohner kommen an die Tempelmauer, um sie abzupassen.

Die jugendlichen Rinpoches studieren im Kurs der Rinpoches. Der Kurs wurde 1963 nach den Anweisungen des Vorsitzenden Mao Zedong eröffnet und dder Ort des Kurses ist im unteren Tantra-Kolleg im Jokhang-Tempel in Lhasa. Die Mitglieder sind junge oder jugendliche Rinpoches unterschiedlicher Schulen des tibetischen Buddhismus, insgesamt 11. Das Seelenkind Dainzin Geleg, das die Reinkarnation des Regenten Dadrak Ngawang Songre ist, ist nur 8 Jahre alt und somit der jüngste Rinpoche. Der älteste Rinpoche Losang Chilai Qusang ist 17 Jahre alt.

Im Rinpoche-Kurs wurden insgesamt 7 Disziplinen eingerichtet: Religion, Tibetisch, Chinesisch, Natur, Politik, Sport und Arbeit. Die damals berühmtesten Gelehrten und hoch angesehenen Mönche wie Jambal Chilai, der zurückgetretene Abt von Ngaba Zhacang des Sera-Klosters, Geshi Ngawang Gendun, Geshi Yexei Chilai und der Dojezhag-Rinpoche Jambal Lobsang, fungierten als Lehrer der Disziplinen Religion und Tibetisch.

Kurz nach dem Beginn des Semesters hat der Kurs durch eine Wahl das Kurskomitee gewählt. Razheng Tenzin Jigme wurde zum Klassensprecher gewählt. Zum stellvertretenden Klassensprecher wurde Samdrup Ngawang Zhaba gewählt. Engong Tsering Phuntsok wurde zum Lern-Kommissar. Nuba Konjo Tenzin wurde zum Lebenskommissar. Zum Kultus- und Sportkommissar wurde Minyak Chokyi Gyaltsen. Als Ordnungskommissar wurde Cermoiling Tenzin Chilai.

Der Religionsunterricht machte 1/3 der gesamten Stunden aus. Die jugendlichen Rinpoches standen im Morgengrauen auf, um buddhistische Sutren zu studieren. Nach kurzer Zeit machten sie große Fortschritte. Sie haben mit einer außergewöhnlichen Leidenschaft gelernt und die Fortschritte der Gesellschaft und der Wirtschaft verfolgt. In der freien Zeit neben dem Unterricht lasen sie im Lesesaal, sangen, spielten Schach oder machten Sport, insbesondere Basketball.

Schade ist, dass drei Jahre nach dem Kursbeginn die Kulturrevolution anfing. Deswegen musste der Kurs zwangsweise aufgelöst werden. Diese 11 Rinpoches haben vieles durchgemacht und kamen nach 10 Jahren in Lhasa zusammen. Alle haben Respekt voreinander. Die lange währende gesellschaftliche Praxis und die Strapazen vom Leben sorgen dafür, dass diese einst sorglosen Rinpoches reif und kenntnisreich geworden sind, weswegen sie zu Prominenten der Religion und der Gesellschaft Tibets geworden sind. Nun sind manche von ihnen zu leitenden Figuren der religiösen Kreise Tibets geworden. Manch andere leiten die religiösen Angelegenheiten der Klöster. Andere sind zu renommierten Architekten, Übersetzern, Akademikern und sozialen Aktivisten geworden.

Die Gründung des Kurses liefert der Gründung des sino-tibetischen Instituts für Buddhismus nach über 20 Jahren in Beijing relevante Erfahrung.

 

Autor: Zhou Aiming

Quelle: China Tibet Online

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Lee

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