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Die buddhistische Debatte im tibetischen Sera-Kloster

Datum: 11.05.2018,09:55:03 Quelle: China Tibet Online

Jeden Nachmittag findet eine buddhistische Debatte in der Schule statt. Die Mönche debattieren über die am Vormittag gelernten Inhalte.

Während der Übung und des Sutren-Lernens der Mönche ist die Debatte eine sehr wichtige Methode, um das Niveau zu erhöhen. Sera zählt zu den drei großen Klöstern der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus. Die buddhistische Debatte kann auf eine Geschichte von mehr als 600 Jahren zurückblicken. Selbst wenn man die außergewöhnlichen Szenen in anderen Klöstern gesehen hat, sollte man die dynamische und heftige buddhistische Debatte im Sera-Kloster nicht verpassen.

Bei der buddhistischen Debatte in Sera bilden die Mönche zu dritt oder zu zweit verschiedene Gruppen. Manche Debatten finden eins zu eins statt und manche eins zu mehreren. Üblicherweise steht der Fragesteller, und die Verteidiger sitzen auf dem Boden. Es handelt sich um eine traditionelle Eigenschaft des tibetischen Buddhismus, die buddhistischen Lehren durch die Debatte zu lernen. Durch diese Form von gegenseitigem Fragen und Antworten tauschen die Mönche ihre Meinungen und Erfahrungen über das Sutren-Lernen aus und vertiefen ihr Verständnis über die Sutren.

Bei der buddhistischen Debatte hebt der Fragesteller seine rechte Hand nach hinten hoch, und klatscht mit der linken Hand. Dann streckt er die rechte Hand nach unten zu dem Verteidiger aus und hebt sie dann.

Die hoch gehobene rechte Hand steht dafür, dass die Manjushri-Intelligenz hinter dem Körper ist. Das Klatschen hat drei Bedeutungen: Erstens kann eine Hand allein nicht klatschen. Alles in der Welt ist ein Produkt der Interaktion. Zweitens steht das Klatschen für Wechselhaftigkeit. Alles geht schnell vorbei. Drittens macht es die innere Barmherzigkeit und Intelligenz wach und vertreibt die bösen Meinungen.

Die Tanzbewegungen der Mönche des tibetischen Buddhismus sehen mit der Begleitung der dunkelroten Mönchskutten prächtig aus.

Die buddhistische Debatte betont die kanonischen Argumente und prüft die Gewandtheit, das Verständnis der Mönche über die Sutren sowie ihre Logik und Reaktionsfähigkeit. Das Niveau der Mönche zeigt sich durch die buddhistische Debatte. Man kann sofort die Lehrer um eine Antwort über die bei der Debatte entdeckten Fragen bitten.

 

Durch Fragen und Antworten tauschen die Mönche Meinungen über ihr Verständnis über die buddhistischen Lehren aus.

Die Mönche des Klosters Sera lernen durch die Debatte die buddhistischen Lehren.

Es scheint, als ob ein Mönch um eine Frage verlegen ist und in die Meditation versinkt.

  

Die Mönche, die extra die Ordnung wahren.

Bei der buddhistischen Debatte handelt es sich um die einzige Methode, um den buddhistischen akademischen Titel zu erhöhen. Nur wenn man die buddhistische Debatte des Sera-Klosters besteht, ist man qualifiziert, am traditionellen großen Ritual im Jokhang-Tempel teilzunehmen und den höchsten akademischen Titel Geshe zu erhalten, um dann ein hochgebildeter Mönch zu werden. Kein großer Könner der buddhistischen Debatte dürfte nicht die hochrangigen Ämter eines Klosters bekleiden.

 

Autor: Yin Liang

Quelle: CRI Online

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Li Hongqing  

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