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Prinzessin Wen Cheng kochte in Tibet Tee zur Darbringung Buddhas

Datum: 15.05.2018,11:06:27 Quelle: China Tibet Online

Das Bild zeigt die vergoldeten Bronzestatuen von Songtsen Gampo und seinen zwei Gemahlinnen (aus der Qing-Zeit). In der Mitte ist die Statue von Songtsen Gampo. An den beiden Seiten sind die Statuen von der nepalesischen Prinzessin Bhrikuti und der Tang-Prinzessin Wen Cheng. Sie werden im Kloster Trashilhünpo aufbewahrt.

Seit mehr als 1300 Jahren wird die Geschichte, dass Songtsen Gampo die Prinzessin Wen Cheng am Königshof in Lhasa (Tibet) heiratete, volkstümlich unter den Han-Chinesen und den Tibetern überliefert.

Im 7. Jahrhundert wurde die Tang-Dynastie gegründet. Die Stärke des Landes erholte sich und wurde Tag für Tag größer. Damals vereinigte Songtsen Gampo verschiedene Stämme und gründete das erste vereinheitlichte tibetische Königreich – das Tubo-Reich. Um eine freundschaftliche Beziehung mit der Tang-Dynastie aufzunehmen, schickte Songtsen Gampo einen Gesandten nach Chang´an und bat um eine politische Heirat.

Das Bild zeigt eine vergoldete Bronzestatue von Songtsen Gampo aus der Qing-Zeit, die von der Verwaltung des Norbu Lingka gesammelt wird.

Der Tang-Kaiser Taizong stimmte der Bitte um eine politische Heirat zu und entschied sich, die kluge und schöne Li Yaner aus der kaiserlichen Familie Songtsen Gampo zu heiraten und sie „Prinzessin Wen Cheng“ zu nennen. Der Tang-Maler Yan Liben hatte dafür das Gemälde „Kaiser Taizong empfängt die Gesandtschaft aus Tibet“ geschaffen, das diesen historischen Moment lebendig und deutlich aufzeichnete. Seitdem eröffnete die Fahrt der Prinzessin Wen Cheng nach Tibet die Freundschaft zwischen Tubo und Tang. Von Prinzessin Wen Cheng wurden auch die Statue des zwölfjährigen Schakjamuni, die fortschrittlichen Produktionstechnologien aus dem Binnenland für Textilien, Architektur, Papierherstellung, Alkoholbrennenerei, Töpfe, Metallurgie, Wasserbau und Herstellung von Ackergräten sowie die Zeitrechnung und Medizin nach Tibet gebracht.

Das im Palastmuseum in Beijing aufbewahrte Gemälde „Kaiser Taizong empfängt die Gesandtschaft aus Tibet“ aus der Tang-Zeit.

Prinzessin Wen Cheng war eine fromme Buddhistin. Sie baute in Lhasa den Ramoche-Tempel und half der nepalesischen Prinzessin Bhrikuti beim Aufbau des Jokhang-Tempels. 647 wurden Ramoche und Jokhang gleichzeitig fertig gebaut. Den von ihnen nach Tibet gebrachten Buddha-Statuen wurden hier Opfer dargebracht. Legenden zufolge hatte Prinzessin Wen Cheng extra im Ramoche-Tempel Tee gekocht und diesen der Buddha-Statue dargebracht.

Mehr als 60 Jahre später fuhr die Tang-Prinzessin Jin Cheng im Jahr 710 in der Amtszeit des Tubo-Königs Trisong Detsen nach Tibet. Sie stellte zuerst die von Prinzessin Wen Cheng nach Tibet gebrachte Statue des zwölfjährigen Schakjamuni von Ramoche nach Jokhang und dann die von Prinzessin Bhrikuti mitgebrachte Goldstatue des achtjährigen Schakjamuni von Jokhang zu Ramoche um. Die beiden Statuen hatten den Platz gewechselt. Danach eiferte Prinzessin Jin Cheng Prinzessin Wen Cheng nach, kochte im Jokhang-Tempel Tee und brachte diesen der Buddba-Statue dar. Zugleich hatte sie Regeln dafür ausgearbeitet, wie die Mönche dem Buddha Opfer darbringen sollen. Die Zeit verging. Der tibetische Buddhismus entwickelte sich allmählich während der Integration mit dem indischen, dem chinesischen Buddhismus und der lokalen tibetischen Religion Bön. Systematische und strikte Lehren und Regeln bildeten sich auch. Neben der sitzenden Meditation und dem Sutren-Vorlesen kochten und tranken die Mönche Tee. Dies half ihnen dabei, immer deutliche Gedankengänge zu haben. Deswegen war das Teetrinken in den Klöstern sehr beliebt. Seitdem ist der Brauch, an den religiösen Festtagen im Kloster Tee zu kochen, bis heute überliefert.

 

Quelle: China Tibet Online

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Li Hongqing 

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