Thema:
Startseite > Religion > Artikel

Die einzige katholische Kirche in Tibet

Datum: 14.06.2018,10:27:32 Quelle: China Tibet Online

Religion ist ein internationales Thema. Von religiösen Problemen verursachte Konflikte sind weltweit häufig und schwer. China führt eine Politik der Glaubensfreiheit durch, und baut positive und gesunde religiöse Beziehungen auf. Im Dorf Yanjing in der Stadt Qamdo im Autonomen Gebiet Tibet heiraten katholische Gläubige und Gläubige des tibetischen Buddhismus untereinander und leben in Eintracht. Man kann sagen, dass dies die chinesische Intelligenz der religiösen und sozialen Harmonie präsentiert.

Von den Familien der tibetischen Einwohner im Dorf Yanjing hergestellter Wein. Neben dem Katholizismus sind die Technologien von Anbau der Trauben und Herstellung des Weins im Osten eingeführt worden. Diese Technologien sind heute schon lokalisiert worden. Das Wein-Trinken ist ein Brauch der lokalen Einwohner.

Die katholische Kirche Yanjing wurde 1865 von französischen Missionaren gebaut und ist die einzige katholische Kirche in Tibet. Zirka 80 Prozent der Einwohner des Dorfes Yanjing glauben an den Katholizismus. Luringtig ist ein lokaler tibetischer Dorfeinwohner. Sein Name stammt vom dem hebräischen Taufnamen. 1992 ging Luringtig nach Beijing zum Lernen in die katholische theologische und philosophische Akademie. Nach dem Abschluss kehrte er zur Kirche Yanjing zurück und war früher der einzige tibetische Priester Tibets. Laut ihm hatten sich vor der Gründung der Volksrepublik China 17 ausländische Missionare nacheinander in der katholischen Kirche mit den religiösen Aktivitäten beschäftigt. Ursprünglich hatte die Kirche eine Erd-Holz-Struktur. Nach der Durchführung der Religionspolitik wurde allmählich der von den Gläubigen geforderte Kirchenort wieder geöffnet, und die religiösen Aktivitäten fanden wieder statt. Die Dorfeinwohner begannen, konzentriert im Zuhause der alten katholischen Nonnen Gottesdienste abzuhalten. 1985 wurde die Kirche mit der finanziellen Unterstützung der Regierung wieder aufgebaut und dann 2002 restauriert. Heute ist die Kirche ein Gebäude mit der Hauptkirche, dem Glockenturm und der Lebenszone als Hauptteile, das eine Integrität des chinesischen und des westlichen Baustils darstellt und die tibetische Eigenheit präsentiert.

Das Hauptgebäude der katholischen Kirche Yanjing

Luringtig erzählt, nach seiner Rückkehr zur irdischen Welt gebe es im Dorf vorläufig keine Geistlichkeit. Den Vorsitz der alltäglichen religiösen Aktivitäten führe Luringtig noch. Bei wichtigen Veranstaltungen werden Priester aus Yunnan und Sichuan eingeladen. Die alltäglichen Aktivitäten in der Kirche umfassen hauptsächlich das Gebet, das Hymnensingen, die Evangelisation und das Weihwasser-Bestreuen am Freitag und am Sonntag. An Weihnachten, Ostern, am Tag der Auserwählten Jungfrau und am Advent gebe es auch große religiöse Veranstaltungen. Während des ganzen Prozesses der religiösen Veranstaltungen werde die tibetische Sprache verwendet. Am Anfang und am Ende gebe es feste ins Tibetische übersetzte Fachwörter. Schriftlich werden die ins Tibetischen übersetzten Werke wie „Die Evangelien“, „Die Hymnen“, „Die Offenbarung des Johannes“, „Buch Mose“ und „Ave Maria“ verwendet. Hochzeiten und Trauerfeiern der Dorfeinwohner finden nach ihrem Glauben statt, und ihr eigener Wille wird auch respektiert.

Luringtig stellt die Kirche vor.

Der 67 Jahre alte Tashi Wangdu glaubt an den tibetischen Buddhismus, und und seine Frau Maring an den Katholizismus. Maring kann das „Ave Maria“ fließend aufsagen. Ihr Sohn Franziskus glaubt an den Katholizismus und ihre Schwiegertochter Yexei Lhamo an den tibetischen Buddhismus. Die Familienangehörigen halten an ihrem eigenen Glauben fest. Von der Ausstattung ihres Hauses kann man das auch sehen. In derselben „Nische mit Buddha-Statuen“ gibt es sowohl Statuen von Jesus und Maria als auch eine Statue von Schakjamuni.

Die „Nische mit Buddha-Statuen“ in der Familie Tashi Wangdu.

Überall gibt es im Dorf Familien wie Tashi Wangdu, in denen zwei Religionen harmonisch koexistieren. In der Familie des Dorfeinwohners Budor gibt es nicht nur Gläubige dieser beiden Religionen, sondern auch Atheisten. Budor selbst ist Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas und glaubt an keine Religion. Seine Frau, sein Sohn und sein Enkel glauben an den Katholizismus und seine Schwiegertochter an den tibetischen Buddhismus. Franziskus aus der Familie Tashi Wangdu sagt: „Es ist zuerst der guten Politik der Partei und des Staates für die Nationalitäten und Religionen zu verdanken, dass wir in so einer harmonischen Atmosphäre leben können. Wir haben sowohl die Freiheit, an eine Religion zu glauben, als auch die Freiheit, an andere Religionen zu glauben. Zugleich haben wir die Freiheit, an keine Religion zu glauben.“

Die Familie Tashi Wangdu (v.l.n.r.): Der Sohn Franziskus (Katholik), die Schwiegertochter Yexei Lhamo (Buddhistin), die Frau Maring (Katholikin) und Tashi Wangdu (Buddhist)

 

Quelle: China Tibet Online

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Li Hongqing   

Rgya Mtsho: Eine Tibet-Weihrauch-Geschichte Rosenmarmelade verbessert Einkommen von Bauern in Xinjiang Oper über chinesischen Mönch Jianzhen in Xinbei aufgeführt Xigazê, Prüfungsstäte für eine Person Müll sammeln auf dem Mt. Qomolangma
12345
  

Auch interessant