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Mönche sehen gerne Fußball-WM

Datum: 14.06.2018,16:01:20 Quelle: China Tibet Online

Lobsang Tenzin hat über 20 WeChat-Freunde. Dort veröffentlicht er nicht nur buddhistische Inhalte, sondern auch auf WeChat allseits beliebte Landschaftsfotos und positive Artikel.

Lobsang Tenzin wurde 1990 in Tsethang, Lhoka, Tibet geboren. Im Quguolin-Kloster von Gannan ist das Mönchsleben die ganze Woche dasselbe, selbst am Wochenende. Auch Urlaub kann man nicht einfach so nehmen.

Lobsang steht jeden Morgen um 6 oder 7 auf und beginnt sein Morgengebet. Daraufhin liest er mit den alten Mönchen Sutras für die lokalen Gläubigen und nimmt auch an Beerdigungen der Gläubigen teil. Wenn er nicht zu beschäftigt ist, liest Lobsang im klösterlichen Bücherzimmer. Von 18 bis 19 Uhr muss er mit Mönchen die buddhistische Doktrin in Sutras debattieren.

Seit 2011 sieht Lobsang die Welt aus einer neuen Perspektive. Da wurden tibetische Klöster mit Radios und Fernsehern ausgestattet. Allein in Lhoka wurden seit 2011 1835 Radios und Fernseher hinzugefügt. Außerdem werden in Lhoka jeden Monat in jedem Kloster zwei Filme ausgestrahlt.

Bei der täglichen Freizeit von 15 bis 17 Uhr sieht Lobsang auch manchmal fern, z.B. beliebte Unterhaltungssendungen wie "Schöne Stimme Chinas". Auch den tibetischen Komiker-Dialog auf Tibetisch von Tudeng Jiancan sieht er sich gerne an. "Eigentlich kann ich alle Programme aushalten, aber ich bin kein großer Fan von einem speziellen Star."

Auch im Internet surft Lobsang gern. Mit 16 oder 17 bekam er seinen ersten Computer. Im Internet sieht er sich gerne tibetischsprachige Artikel über den Buddhismus an. Einige gute Artikel teilt er über WeChat auf dem Handy mit seinem Freundeskreis.

Im Drepung-Kloster im westlichen Vorort Lhasas leben junge Mönche auch ähnlich wie Lobsang. Junge Mönche lernen nun gerne Sutras auf dem Computer oder iPad.

"Man kann sagen, dass tibetische Klöster außergewöhnlich viele moderne Geräte aufgenommen haben. Mit modernen Geräten wie Digitalfernsehern können Mönche jederzeit erfahren, was in China passiert.", so der Mönch Luobu des Drepung-Klosters. Er erklärt weiter, dass die Mönche nicht nur mehr Informationen über den Buddhismus erfahren können. "Auch die Fußball-WM letztes Jahr haben sich die jungen Mönche gerne angesehen."

Der 49-jährige Ngawang Qunzeng nutzt ein Apple-Handy. Aber er meint, dass er mit dem Handy nicht so gekonnt umgehen kann wie junge Mönche. Außer den bereits installierten Apps hat er nur noch ein Tibetisch-Wörterbuch installiert.

Das "moderne Leben" der jungen Mönche bereitet den alten Mönchen Sorge: "Ich sorge mich, dass sie zu verweltlicht werden, deshalb sage ich ihnen, dass sie das besser seltener benutzen sollen.", so Ngawang Qunzeng. "Aber wenn sie es schon nutzen, können sie vielleicht durch mehr buddhistische Gedanken bewegt werden."

 

Quelle: chinanews.cn

Übersetzt von China Tibet Online

(Editor: Rita Li) 

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